Revierpark Vonderort

Bottroper SPD setzt sich für Neubauten im Revierpark ein

Das marode Solebad im Revierpark Vonderort soll durch einen Neubau ersetzt werden, hofft die Bottroper SPD.

Das marode Solebad im Revierpark Vonderort soll durch einen Neubau ersetzt werden, hofft die Bottroper SPD.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Neues Solebad, mehr Sauna - Der Revierpark Vonderort nutzt die Zeit in der Corona-Krise für Verbesserungen. Und was wird aus dem Freizeithaus?

Wegen der Corona-Pandemie steckt die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr (FMR), die auch den Revierpark Vonderort managt, in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auch der Bottroper Finanzausschuss hat daher einer Aufstockung der Zuschüsse für den Revierpark zugestimmt. Insgesamt gehe es um einen zusätzlichen Finanzbedarf von 1,115 Millionen Euro, bestätigt Geschäftsführer Jürgen Hecht. Die Stadt übernimmt davon als kleinste Revierpark-Gesellschafterin ein Fünftel. Die Bottroper Corona-Hilfe klettert dadurch auf 223.000 Euro. SPD-Vertreter unterstützen jetzt demonstrativ Verbesserungsvorschläge für den Revierpark.

„Es ist momentan sowieso eine schwierige Zeit für die Freizeitwirtschaft, deshalb müssen wir die Zwangspause jetzt nutzen, um das Angebot hier in Vonderort zu verbessern“, sagt SPD-Ratsherr Daniel van Geister. Der Fuhlenbrocker wird Nachfolger von Jutta Pfingsten im Aufsichtsrat der Freizeitgesellschaft. Ihm geht es dabei einerseits um das Vonderorter Solebad, das wegen massiver Schäden schon seit Anfang des Jahres geschlossen ist. Ein Neubau sei wirtschaftlich wie qualitativ die sinnvollste Lösung, meint van Geister. Fraktions-Vize Matthias Buschfeld betont, dass der SPD ein neues Solebad allein im Freien nicht ausreicht. Es soll in Vonderort auch wieder ein Solebecken im Inneren geben.

Modernisierung und Erweiterung der Sauna im Gespräch

Andererseits denkt auch die Bottroper SPD längst über eine größere Lösung nach . Dabei geht es auch um eine Modernisierung und Erweiterung der Vonderorter Saunalandschaft. Außerdem wirft die SPD die Frage nach der Zukunft des in die Jahre gekommenen Freizeithauses auf. Wir können uns vorstellen, das Freizeithaus auf die andere Straßenseite zu verlegen und dort in den Neubau zu integrieren“, sagt Matthias Buschfeld. Darüber gebe es aber noch kontroverse Diskussionen. „Dann brauchen wir auch eine Lösung für die Gastronomie“, sagte er. Für deren Gäste ja ja gerade auch der jetzige Ausblick attraktiv.

Die Stadtverwaltung führt den Komplettausfall des Solebades auch als einen wesentlichen Grund für die finanziellen Probleme des Revierparks an. FMR-Geschäftsführer Jürgen Hecht nennt weitere . Führ ihn erklären auch der dreimonatige Stillstand und deutlich reduzierte Besucherzahlen wegen der Corona-Schutzauflagen vom Sommer und bis zum November-Lockdown den höheren Finanzbedarf. So seien die Besucherzahlen in der Sauna auf 59 Prozent und im Badbereich auf 34 Prozent der Vorjahresergebnisse gefallen. Die reduzierten Eintrittspreisen taten ein übriges. Hatten nach der Wiedereröffnung im vorigen Jahr noch rund 40.000 Gäste, waren in diesem Jahr nur noch 33.000 Besucher im Freibad.

Geschäftsführer dankt für aufgestockte Corona-Hilfe

Der Geschäftsführer bedankte sich ausdrücklich für die Aufstockung der Finanzhilfe. „Ich bitte die Gesellschafter nicht gerne um zusätzliches Geld, muss dies aber tun, um die Zahlungsfähigkeit sicher zu stellen und die Gehälter zum Jahresende bezahlen zu können“, teilte Jürgen Hecht mit. Der gemeinsame Regelzuschuss der beiden Städte Bottrop und Oberhausen sowie des Regionalverbandes Ruhr liegt für das Vonderorter Freibad, den Park und das Freizeithaus bei 996.000 Euro. Die gemeinsame Corona-Hilfe ist mit 1,115 Millionen Euro jetzt schon höher.

„Es ist gut, dass die Geschäftsführung der Freizeitgesellschaft die Zeit in diesem Jahr genutzt hat, um auf Wunsch der Vertreter im Aufsichtsrat und der SPD-Fraktionen in Bottrop und Oberhausen eine Neubaulösung zu prüfen, sagt die scheidende Aufsichtsrätin Jutta Pfingsten mit Blick auf das Solebad. „Ich gehe davon aus, dass die Pläne Zustimmung finden werden“, sagte die Bottroperin. Ihr Nachfolger unterstützt das. „Die Bade- und Saunalandschaft im Ruhrgebiet ist vielfältig, hier brauchen wir ein Alleinstellungsmerkmal. Für mich gehört dazu auch weiterhin ein Soleangebot im Gebäude“, unterstrich Daniel van Geister.

Vernetzung mit anderen Freizeitstätten in Bottrop als Ziel

Der SPD-Ratsherr spricht sich auch für eine Verknüpfung des Revierparks mit den anderen Freizeitstätten unter dem Dach der Fun-City Bottrop aus. „Wir bauen die Übernachtungskapazitäten in der Stadt gerade aus“, sagte van Geister. Er hoffe, dass die Freizeitparks oder das Alpincenter in Bottrop nach der Corona-Pandemie wieder Anziehungspunkte für viele Besucher werden. „Dann brauchen wir auch ein attraktives Bad- und Wellnessangebot“, sagte der Fuhlenbrocker.

Viele Bürger vermissen das Solebad sehr, haben die SPD-Vertreter festgestellt. „Ich werde von vielen Bottroperinnen und Bottropern angesprochen, wann das Bad wiedereröffnet“, sagte Jutta Pfingsten. Bis zur Neueröffnung werde es bei einem Neubau des Solebades sicherlich noch einige Zeit dauern. „Ich denke aber, dass ein tolles, neues Bad das wert ist“, betonte sie.

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