Stadtfest

Bottroper Sinfoniker trotzen den Hindernissen

Das Bottroper Sinfonieorchester mit Dirigent Ingo Brzoska beim Freiluftkonzert zum Abschluss des Stadtfestes auf dem Kirchplatz.

Foto: Robin Droste

Das Bottroper Sinfonieorchester mit Dirigent Ingo Brzoska beim Freiluftkonzert zum Abschluss des Stadtfestes auf dem Kirchplatz. Foto: Robin Droste

Bottrop.   Regenschauer und das Abendläuten von St. Cyriakus störten das Konzert des Sinfonieorchesters. Der Ausklang des Stadtfestes.

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Ihren ersten Auftritt beim Stadtfest meisterten sie gut. Weder Regen noch Glockengeläut konnte die 56 Musiker des Sinfonieorchesters Bottrop davon abhalten, gut die Hälfte ihres Programmes einem interessierten Publikum vorzutragen.

Dem Titel „Von Land zu Land. Eine musikalische Entdeckungsreise durch viele Länder“ wurde Dirigent Ingo Brzoska mit seinem Orchester gerecht.

Ds Programm soll nach einem Fest klingen

„Wir spielen Highlights der einzelnen Komponisten, die geläufig sind,“ erläutert der Gründer des Sinfonieorchesters die Auswahl. Konzertmeister Alban Pengili an der Geige ergänzt: „Das Programm soll nach einem Fest klingen. Eines ist schöner als das andere.“

Die Moderation von Andreas Kind sorgte dafür, dass trotz einiger Regenunterbrechungen und Glockengeläut die Menschen auf dem vollen Kirchplatz blieben. Nach der Vorstellung bekannter Stücke wie die Titelmedodie der Star-Trek-Serie „Voyager“, „Gardens of Granada“ (von Federico Moreno Torroba) oder „The mystic Land of Egypt“ (Albert Ketèlbey) sagte Kind: „Nach dem deutschen Konzert der Cyriakuskirche haben wir noch englischen Regen dazu bekommen. Also bitte kurz warten, die Instrumente müssen erst wieder ausgepackt werden, denn sie sind sehr empfindlich.“

Ein akustischer Balanceakt

Und das Warten hatte sich trotz der etwas ungünstigen Akustik und Rahmenbedingungen gelohnt. Der „Walzer Nr. 2“ des sowjetischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch und ein gemeinsamer Auftritt mit dem Orchester des Heinrich-Heine-Gymnasiums – aus Zeitmangel ohne gemeinsame Probe – meisterte das erst zwei Jahre junge Orchester gut.

Die Solistin und Sopranistin Elisabeth Otzisk berichtet von dem akustischen Balanceakt: „Die Schwierigkeit heute war, dass man sich und das Orchester nicht so gut hört. Ich finde es schön, dass es trotz des Wetters gut besucht war – das war toll und macht Spaß.“ Ein Aspekt bei diesem Konzert unter freiem Himmel ist der Sängerin wichtig: „Die Schwelle vor klassischer Musik lässt sich so abbauen.“

Lob aus dem Publikum

Peter Sandforth, ehemaliger Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, sagt anerkennend: „Toll. Es gefällt mir sehr gut hier. Außerdem beeindruckt es mich, dass Bottrop ein Sinfonieorchester auf die Beine gestellt hat.“

Das ursprünglich geplante Programm mit mehr als zehn Werksauszügen holen Dirigent Brzoska und sein Orchester voraussichtlich im Herbst nach. Dann spielen Profis wie Amateure in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums, die Platz für 500 Besucher bietet.

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