Jahrgangswald

Bottroper Schüler topfen Bäumchen für ihren eigenen Wald ein

Die Schülerinnen der Bottroper Cyriakusschule bringen die Töpfe mit ihren Bäumchen zum nächsten Beet im Waldpädagogischen Zentrum.

Die Schülerinnen der Bottroper Cyriakusschule bringen die Töpfe mit ihren Bäumchen zum nächsten Beet im Waldpädagogischen Zentrum.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Gut 1100 Schüler machen bei der einzigartigen Bottroper Pflanzaktion mit. Die Kinder übernehmen Patenschaften über ihre ganz persönlichen Bäume.

Behutsam drücken die Erstklässler der Cyriakusschule die Erde rund um ihren persönlichen Baumsetzling im Blumentopf fest, um ihn danach zu einem Beet im Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) zu tragen. Dort übergeben sie ihren Zögling einem ehrenamtlichen Helfer, der das junge Gewächs neben anderen Bäumen zu Boden lässt. Der große Garten der Einrichtung füllt sich. Die Pflanzaktion, die diesjährig noch bis zum 10. Mai andauert, macht bedeutende Fortschritte.

Insgesamt 25 Grund- und Förderschulen mit rund 50 Schulklassen nehmen an dem traditionsreichen Projekt teil, das es mittlerweile seit 21 Jahren gibt. 1100 Kinder pflanzen über zwei Wochen rund 2200 Bäumchen, die von ihnen bis zum vierten Schuljahr als Paten betreut werden. Dann setzen die Mädchen und Jungen die herangewachsenen Pflanzen in den Jahrgangswald am Kletterpoth um. Buchen sowie Erlen sind mit dabei.

Kinder wollen wissen, was auch ihren Bäumen wird

Beim Einpflanztag am WPZ gehören das Gießen der neuen Setzlinge, das Singen eines Wachstumsliedes, eine Rundführung über das Gelände wie eine Fragerunde zum Tagesprogramm. Die Mitarbeiter klären ab, was die Kinder über die Natur in der Region bereits wissen. Im zweiten und dritten Schuljahr besuchen die Schüler die waldpädagogische Einrichtung in Grafenwald erneut, um eine emotionale Bindung zu ihren Pflanzenzöglingen aufzubauen und zugleich mehr über Bäume und ihr Wachstum zu erfahren.

„Wenn wir mit den Kindern hier die Führungen machen, sehen wir, dass sie sich sehr freuen. Sie wollen wissen, was aus ihren Bäumen geworden ist“, sagt die pädagogische Leiterin, Eva Linhart, stolz. Es gehe bei dem Projekt darum, etwas für die Natur zu tun, die Artenvielfalt zu erhalten und auf das Thema Klimawandel aufmerksam zu machen. Die landesweit einzigartige Aktion habe sich bewährt.

Horst Brose ist der neue Hauptorganisator

Die Idee für das Projekt hatte ursprünglich Heinz Tenhumberg, der dem WPZ neben politischen und städtischen Vertretern wie Sponsoren am Dienstagmorgen einen Besuch abstattete. Unter anderem waren der ehemalige Schulamtsdirektor Norbert Micken, die amtierende Schulamtsdirektorin Heike Sulimma, Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder wie Bürgermeisterin Monika Budke mit dabei.

Der langjährige Hauptorganisator Erik Schüttauf gab seine Aufgabe an Horst Brosa weiter, der selbst bereits 15 Jahre bei der Aktion mitwirkt. Peter Pawliczek, Vorsitzender des Kreisverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, hob den Erfolg der Aktion in einer Rede hervor.

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