Olympia 2021

Bottroper kommentiert Entscheidungen der Olympischen Spiele

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Bei der Frauenfußball-WM 2019 war Tibor Meingast fürs ZDF noch live vor Ort. Die olympischen Spiele in Tokio kommentiert er coronabedingt von zuhause aus.

Bei der Frauenfußball-WM 2019 war Tibor Meingast fürs ZDF noch live vor Ort. Die olympischen Spiele in Tokio kommentiert er coronabedingt von zuhause aus.

Foto: ZDF

Bottrop.  Tibor Meingast ist ab Samstag fürs ZDF in Tokio dabei. Allerdings ist er coronabedingt nicht vor Ort, sondern zuhause - in einer Monitorkabine.

Wenn am Samstag kurz nach vier Uhr früh bei den Olympischen Spielen in Tokio die erste Entscheidung fällt, ist der Fernsehkommentar dazu in Bottrop vorbereitet worden. Denn bei der Übertragung des Finales im Schießen mit dem Luftgewehr der Frauen sitzt der Bottroper Journalist Tibor Meingast am Mikrofon im Sendezentrum des Zweiten Deutschen Fernsehens in Mainz.

Seit 1996 Berichterstatter für Olympia und die Paralympics

Anders als bei elf Olympischen und Paralympischen Spielen für das ZDF seit 1996 ist der 62-jährige nicht am Ort des Geschehens, sondern sitzt - coronabedingt - in einer knapp zwei Quadratmeter großen, mit Holz vertäfelten Kabine vor drei Monitoren und kommentiert den Wettbewerb von dort. „Einerseits freue ich mich, dass ich in Pandemiezeiten nicht die Reise machen muss, andererseits ist die Aufgabe von zu Hause schwieriger“, sagt Tibor Meingast.

Wegen der Pandemie reisen wesentlich weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fernsehanstalten nach Japan, die meiste Arbeit wird also in der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz erledigt, wo auch die ARD ihr Sendezentrum hat. Die meiste Vorbereitungsarbeit hat Meingast übrigens daheim im Fuhlenbrock erledigt. Jetzt setzt er auch eine funktionierende Technik und reibungslose Übertragung. „Ich hoffe, die Datenleitungen aus Japan stehen alle, damit ich auch die nötigen Informationen habe. In der Schießhalle in Tokio wäre es einfach, da dort jederzeit ein Blick auf die Anzeigetafel möglich ist, auch wenn gerade mal etwas anderes im Bildangebot ist, als mir in diesem Moment wichtig ist.“

Die ersten Drähte laufen jetzt schon heiß

Außer über Schießen und Wasserball, Schwerpunkte übrigens seit 2004, wird Tibor Meingast gelegentlich auch von anderen Sportarten Kurzberichte machen dürfen. Aber schon jetzt laufen die ersten Drähte heiß: „Gestern beim Friseur in der Stadtmitte bekam ich einen Anruf aus dem Olympischen Dorf. Eine Schützin, Monika Karsch, wollte noch etwas mitteilen. Sie hatte Jetlag und war nach Mitternacht noch wach.“ Alltägliche Dinge wie diese gehören eben auch zur Berichterstattung eines Sportjournalisten.

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