Klimaschutzaktion

Bottroper Bergleute radeln zum Pütt

Zum Team des Bergwerks Prosper-Haniel gehören noch einige Stadtradler mehr. Hier treffen sich Frank Albus, Gregor Plankermann, Frank Friedrich, Andreas Müller, Kapitän Christian Ishorst, Wolfgang van Haaren, Volker Bloch und Frank Schneider mit Personaldirektor Bernd Beier (2. von rechts). Foto:Winfried Labus

Zum Team des Bergwerks Prosper-Haniel gehören noch einige Stadtradler mehr. Hier treffen sich Frank Albus, Gregor Plankermann, Frank Friedrich, Andreas Müller, Kapitän Christian Ishorst, Wolfgang van Haaren, Volker Bloch und Frank Schneider mit Personaldirektor Bernd Beier (2. von rechts). Foto:Winfried Labus

Foto: Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Ein Team des Bergwerks Prosper-Haniel tritt beim Stadtradeln in die Pedalen. Etliche Kumpel kommen sowieso mit dem Fahrrad zur Arbeit.

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Team Bergwerk Prosper-Haniel ist auf das Banner geschrieben, als einige Stadtradler unter den Bergleuten sich mit ihrem Kapitän Christian Ishorst unter dem Turm von Prosper V treffen. Dabei müssen Bergleute ihren Teamgeist ja nun wirklich nicht noch zusätzlich beweisen. „Kumpel halten einfach zusammen“, sagt etwa Volker Bloch. Daher sei es für ihn gar keine große Sache, dass er bei der Stadtradel-Aktion mitmacht, auch wenn er nun schon im Ruhestand sei.

Auch zur Nachtschicht

„Wir haben ja auch Kegelclubs und einen Lauftreff, klar machen da auch die Ehemaligen mit“, sagt Bloch. So hat es nicht lange gedauert, bis Stadtradel-Kapitän Christian Ishorst sein Team zusammen hatte. Darin treten 21 aktive wie ehemalige Bergleute in die Pedalen. „Hundertprozentig“, betont Ishorst. Jedes einzelne Teammitglied fahre mit Fahrrad und hole Punkte für die Mannschaft des Bergwerks. In anderen Teams seien zwar mehr Mitglieder registriert, aber längst nicht alle strampelten sich auch ab. „Sich anmelden und dann die Beine hoch legen, das kann ja jeder“, spottet der Bottroper.

Ishorst hatte sich schon im vorigen Jahr für das Stadtradeln begeistert. „Ich bin in einem offenen Team mitgefahren“, erzählt er. Rund 700 Kilometer habe er in den 21 Tagen der vorigen Klimaschutzaktion mit dem Fahrrad zurückgelegt. „Ich habe bei einer Radtour zum Heidhofsee die Liebe zum Fahrradfahren wiederentdeckt“, sagt der Familienvater. Mittlerweile fahre er mit dem Rad auch zur Arbeit. Immer zwölf Kilometer hin und zurück lege er pro Schicht dann zurück. Von der Waldhausenstraße aus mache er sich auch zu Nachtschichten mit dem Fahrrad auf den Weg zum Bergwerk in Kirchhellen.

Da ist Christian Ishorst längst nicht der einzige. „Ich fahre ja generell mit dem Fahrrad zur Arbeit“, sagt Gregor Plankermann. Das lag es nahe, auch im Team von Prosper-Haniel Punkte beim Stadtradeln zu sammeln. Die Kumpel, die mit dem Fahrrad zur Schicht fahren, kommen auf dem Bergwerk schnell ins Gespräch. Da fand das Team von Prosper-Haniel schnell zueinander.

Die eine oder andere Extrarunde

Um die 6700 Kilometer sind die Bergleute seit dem Stadtradelstartschuss vor 18 Tagen mit ihren Fahrrädern gefahren. „Darauf sind wir mächtig stolz“, sagt Personaldirektor Bernd Beier. Die Stadtradler belassen es dabei nicht nur bei der Radfahrt zur Arbeit, sondern drehen auch die eine oder andere Runde extra. „Ich hänge hin und wieder noch eine Tour zum Flugplatz Schwarze Heide dran, damit ich auf mehr Kilometer komme“, sagt zum Beispiel Teamkapitän Ishorst.

Auch Personalchef Beier lässt sich von dem Ehrgeiz anstecken. „Im nächsten Jahre fahren wir wieder mit. Wir werden das dann etwas professionalisieren“, verspricht er. Schließlich lasse sich das Stadtradeln gut in die Gesundheitsvorsorge des Bergwerks einbinden. Das Prosper-Haniel-Team liege beim Stadtradeln zurzeit übrigens auf dem zweiten Platz. Doch Volker Bloch kündigt schmunzelnd einen Endspurt an: „Noch“.

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