Skihalle

Bottroper Alpincenter steht im Sommer 2020 richtig fest

Die Halde des Bottroper Alpincenters wird breiter. Dazu werden am Nordhang über eine Million Tonnen Asche und Granulat aufgeschüttet.

Die Halde des Bottroper Alpincenters wird breiter. Dazu werden am Nordhang über eine Million Tonnen Asche und Granulat aufgeschüttet.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bottrop.  Über eine Million Tonnen Granulat und Asche wird an den Nordhang der Halde geschüttet, damit die Bottroper Skihalle nicht ins Wackeln gerät.

Die breitere Alpincenter-Halde wird zwischen Mai und Juni 2020 fertig sein. Davon geht das Bauaufsichtsamt der Stadt derzeit aus. Bis der neue Nordhang komplett aufgeschüttet ist, müssen nach Auskunft der Behörde noch 155.000 Tonnen des Gemisches aus Eisensilikatgranulat und Müllkraftwerksasche eingebaut werden. Bisher sind demnach seit August 2016 um die 930.000 Tonnen dieses Materials an den Nordhang der Halde geschüttet worden.

Mit der Aufschüttung soll verhindert werden, dass die Alpincenter-Halde an der Prosperstraße weiterhin auseinanderdriftet und die Stützen der Skihalle noch stärker wegrutschen könnten. Wegen dieser Instabilität lässt das Bauaufsichtsamt einen Teil der Stützen regelmäßig überprüfen. Die letzte Messung hat danach Ende September stattgefunden. Wie aus Antworten der Behörde auf einen Fragenkatalog der DKP hervor geht, mussten zwischenzeitlich weitere Stützen der Skihalle saniert werden. Eine Stütze war bereits vor zwei Jahren repariert worden, weil ihre seitlichen Holzzangen gerissen waren.

Vier Stützen der Skihalle sind mittlerweile saniert worden

Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus BottropDas Bauaufsichtsamt hatte aber festgestellt, dass die Verschiebungen der Stützköpfe bei drei anderen Stützen der Skihalle „sehr nah am zulässigen Grenzwert“ sind. Der Grenzwert lag bisher bei 250 Millimetern. Einer der Stützköpfe hatte sich der Behörde zufolge bereits um 247 Millimeter verschoben, also nur drei Millimeter weniger als zulässig. „Mittlerweile ist die Sanierung abgeschlossen“, heißt es in dem Papier des Bauaufsichtsamtes, das der WAZ-Redaktion vorliegt.

Die Stützen seien mit Doppel-T-Trägern aus Metall verstärkt worden, berichtet die Behörde. Außerdem sei ein neues Fundament aufbetoniert worden. In der Halle sei vor die vorhandenen Stahlbetonstützen je eine weitere Stahlstütze gestellt und mit Zugstangen an dem außenliegenden neuen Fundament befestigt worden. Diese Vorsichtsmaßnahmen erlauben es nach Darstellung des Bauaufsichtsamtes den Grenzwert der Stützkopfverschiebungen neu festzulegen. Dieser liegt nun bei 300 Millimetern.

Im Frühjahr werden Bäume gepflanzt und Rasen aufgespritzt

„Die Sanierung der Stützen ist nur eine momentane Lösung zur Sicherung des Bauwerkes, damit wird aber nicht das Problem gelöst“, erklärt die Behörde in ihrem Antwortkatalog. Erst durch die Aufschüttung des Nordhanges könne das Auseinandergehen der Halde des Alpincenters gestoppt werden und damit auch das Rutschen der Hallenstützen „zum Stillstand kommen“.

Das Bauaufsichtsamt bestätigt, dass nach starken Regenfällen Teile des Mutterbodens, mit dem das aufgeschüttete Material am Nordhang der Halde abgedeckt wird, weggespült worden sei. „Dies ist aber nicht die Abdichtung. Die Abdichtung ist die Lehmschicht, die sich darunter befindet und die ist intakt“, heißt es in dem Papier der Aufsichtsbehörde. Die Aufforstung der Alpincenter-Halde ist demnach für das kommende Frühjahr geplant. Zuerst werde Rasen aufgespritzt und danach werden Bäume wie Robinien, Bergahorn und Zitterpappeln angepflanzt.

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