Warnstreik im ÖPNV

Bottrop: Warnstreik bei der Vestischen - auch kein Taxibus

Die Schranke bleibt unten, die Busse der Vestischen im Depot. Der 24-stündige Warnstreik im ÖPNV betrifft am Dienstag alle Bottroper Buslinien.

Die Schranke bleibt unten, die Busse der Vestischen im Depot. Der 24-stündige Warnstreik im ÖPNV betrifft am Dienstag alle Bottroper Buslinien.

Foto: Vestische

Bottrop.  Die bundesweiten Warnstreiks betreffen am Dienstag alle ÖPNV-Linien in Bottrop. Nur die Linie SB 16 verkehrt teilweise.

Wer Dienstag auf den öffentlichen Nahverkehr in Bottrop angewiesen ist, hat schlechte Karten. Der von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Warnstreik schlägt voll durch. Da unter anderem auch die Leitstelle des Nahverkehrsunternehmens bestreikt wird, kann die Vestische keinen sicheren Linienverkehr gewährleisten und legt den Betrieb für 24 Stunden still. Mit sämtlichen Fahrten entfallen sowohl die Mobilitätsgarantie, als auch das Pünktlichkeitsversprechen. Die Kundencenter bleiben ebenfalls geschlossen. Ab Betriebsbeginn am Mittwoch, 30. September, werden alle Busse wieder planmäßig fahren und die Kundencenter ihren gewohnten Service anbieten.

Auch Notfallversorgung ohne Leitstelle nicht möglich

Vom Streik betroffen sind auch für Bedarfsverkehre wie Anruf-Sammel-Taxis und Taxibusse. Die bringen auf den spärlicher befahrenen Linien die Menschen zum Beispiel zum Seniorenzentrum St. Teresa (217) oder von Grafenwald über Eigen nach Gladbeck (256) oder von Grafenwald nach Kirchhellen-Mitte (269) bringen sollen, sind nicht abrufbar. Auch die Linie 294 vom Hauptbahnhof zur Welheimer Mark fällt darunter.

Das hänge mit dem unbesetzten Leitstand zusammen, so ein Sprecher der Vestischen. Wer der nicht besetzt sei, könne weder der normale Linienverkehr geleitet werden, noch die Sammel-Taxis oder Taxi-Busse koordiniert werden, heißt es ber Vestischen weiter. Auch die Versorgung bei einem eventuellen Notfall laufe über die Leitstelle, so dass im Streikfall einfach nichts mehr gehe. Da alles mit allem zusammenhänge, könne es auch keinen ausgedünnten Fahrplan geben, so der Sprecher weiter. Damit entfällt sowohl das Pünktlichkeitsversprechen als auch die Mobilitätsgarantie.

In den Auseinandersetzungen geht es nicht nur um Lohnforderungen der Angestellten, sondern auch um verbesserte Arbeitsbedingungen.

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