Karneval

Bottrop ist jetzt Geierabend-City

Auftakt zur Geierabend-Show mit Oberbürgermeister Bernd Tischler (2.v.r.) und Dortmunder Ensemble-Mitgliedern vor dem  Museum Quadrat.

Foto: Heinrich Jung

Auftakt zur Geierabend-Show mit Oberbürgermeister Bernd Tischler (2.v.r.) und Dortmunder Ensemble-Mitgliedern vor dem Museum Quadrat. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Das Ensemble der alternativen Karneval-Kult-Show aus Dortmund stellte sein Programm zum Sessionsauftakt im Museum Quadrat vor.

Bottrop ist jetzt auch Geierabend-City. Das verkündete das Ensemble der ebenso kultigen wie alternativen Karneval-Show aus Dortmund jetzt pünktlich zum heutigen Auftakt der Session im Museum Quadrat. Eine Doppelpremiere, wenn man so will. Wo sonst eher heilige Stille herrscht und Albers’ Quadrate fast weltentrückt im Stadtgarten zur stummen Betrachtung einladen, erklingt jetzt „Tätä tätä“ auf der Posaune.

OB fährt mit Ehrenamtlern zur Show

Konfetti regnet auf dem Vorplatz hernieder, verfängt sich sogar für einige Momente im oberbürgermeisterlichen Haar von Bernd Tischler, als der sich über den frischen gelben Kreide-Geier beugt, den „der Steiger“ alias Martin Kaysh und Miss Annen - ja Witten war auch einmal Partnerstadt des Geierabends - auf dem penibel sauberen Pflaster vor dem Museum applizieren. „Keine Angst, die Kreide ist abbaubar“, beruhigen die Dortmunder das Museumspersonal, das schon kritisch durch die großen Glasfenster das Konfettitreiben draußen beobachtet.

„Abbaubar“ - damit ist man im Thema. Denn hinter dem aktuellen Geierabend-Motto „Bye Bye Bottrop“ verbirgt sich - natürlich - der Abschied vom Bergbau 2018. „Steiger“ Martin Kaysh hat seine Hausaufgaben gemacht. Bottrop und Karneval? Klar, eine Symbiose. „Wer über Jahrhunderte zum Vest, also zu Kur-Köln gehörte, dem muss man Karneval nicht erklären. Anders als in Dortmund“, sagt der „Steiger“, der es in seiner Comedy-Laufbahn immerhin zum Ehrenhauer auf Auguste Victoria im heimischen Marl gebracht hat.

Ehrenplatz an Tisch 7

Aber Geierabend-City zu sein, bringt nicht nur Spaß, sondern auch handfeste Vorteile in dieser Session. Von der Premiere am 28. Dezember bis zum 13. Februar wird nicht nur eine Bottroper Szene ständig über die Bühne der Dortmunder Zeche Zollern gehen. Es gibt auch einen Bottrop-Tag am 21. Januar. Dann wird Bernd Tischler mit 18 Ehrenamtlern aus der Stadt im Bully nach Dortmund düsen. Dort haben die VIPs des Tages dann Ehrenplätze an Tisch 7, während die Stadt sich im Foyer als Innovation-, Freizeit- und Kultur-City präsentieren kann.

Dann folgt ein offizieller Gegenbesuch: Die Geierabend-Crew gibt einen Benefizabend in Bottrop (Termin wird noch bekannt gegeben). Und: der erste Besucher der Show auf Zollern, der nach Bottrop zieht, hat lebenslang freien Eintritt zu allen künftigen Geierabenden und wir von OB Bernd Tischler persönlich empfangen. Die Hürde ist nicht so hoch. „Es ist sogar mal ein Besucher nach Gladbeck gezogen“, weiß Martin Kaysh.

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