Aktionstag

Bottrop: Geflüchtete Kinder erleben Tag der Unbeschwertheit

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Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen hatten auf der Hüpfburg und weiteren Attraktionen viel Spaß auf dem Schulhof der Albrecht-Dürer-Schule.

Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen hatten auf der Hüpfburg und weiteren Attraktionen viel Spaß auf dem Schulhof der Albrecht-Dürer-Schule.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Der Aktionstag erinnert an einen „XXL-Geburtstag“. Mission erfüllt: Jungen und Mädchen vergessen für ein paar Stunden ihre schlimmen Erlebnisse.

Ihr Lachen ist Gold wert, ihr Freude unbezahlbar. Geflüchtete Kinder und Jugendliche haben am Freitagnachmittag unbeschwerte Stunden erlebt. Als Ort der Glückseligkeit dient der Schulhof der ehemaligen Albrecht-Dürer-Schule an der Glückaufstraße in Batenbrock.

Die Jungen und Mädchen stammen nicht nur aus der Ukraine, sondern unter anderem auch aus Syrien und Afghanistan. Eigens organisierte Shuttlebusse bringen sie von ihren Unterkünften im Stadtgebiet zur Albrecht-Dürer-Schule. Schon in ihren jungen Jahren haben viele von ihnen schreckliche Dinge gesehen und erlebt.

Buntes Programm lenkt die geflüchtete Kinder ab

Das Ziel dieses Aktionstages ist deshalb klar. Die Kinder sollen den Kopf freibekommen, Ablenkung finden und auf andere Gedanken kommen. Da tut spielerische Abwechslung richtig gut. Auf der Hüpfburg toben sie ausgelassen. Blau-Weiß Fuhlenbrock und SV Rhenania haben Fußbälle und Leibchen gespendet. Ein Clown sorgt für gute Laune. Abkühlung ist direkt vor Ort. Denn der Eiswagen des Eiscafés Pizzinato macht Station auf dem Schulhof. Kinderschminken erfreut sich großer Beliebtheit. Dazu ist eine Bastel- und Malecke aufgebaut.

Und überall auf dem Gelände kurven die Kinder in ihren „Racern“, die in ihrer Aufmachung an kleine Kettcars erinnern, umher. Diese Fahrzeuge und noch vieles mehr wie Hula-Hoop-Reifen hat das Team des Spielmobils mit im Gepäck.

Bottroper Spielmobil sorgt für gute Laune

Wolfgang Deden ist der Fahrer dieses riesigen, roten Busses. Viele der (kleinen) Kinder machen große Augen bei dem Anblick. Dass das Spielmobil sich bei dem Aktionstag engagiert, sei „keine Frage gewesen“. „Wir sind stolz, hier mitmachen zu dürfen.“ Er lässt den Blick über das Gelände schweifen. „Lachende und strahlende Kinder zu sehen“, sagt er, „da geht einem das Herz auf“. Dann deutet er auf seinen rechten Arm, auf dem sich eine Gänsehaut gebildet hat. Deden glaubt, dass die Kinder am Abend mit einem Lächeln ins Bett gehen werden.

Eingeladen zum Aktionstag hat die städtische Koordinierungsstelle für Hilfsangebote. Angekündigt hatten sich bis zu 150 Jungen und Mädchen. Ohne Hilfe lässt sich so eine Veranstaltung nicht auf die Beine stellen. Deshalb wurde die Aktion unterstützt von der Kulturwerkstatt, dem Jugendamt, der Initiative „Bottroper Unternehmen helfen“, der Awo und zahlreichen Ehrenamtlern.

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