Lieferservice

Bottrop: Der neue Lieferdienst Louise nimmt seine Arbeit auf

Oberbürgermeister Bernd Tischler (4.v.r.), Initiatoren des Projekts und Händler wie Barbara Bukes (Biomarkt Bukes, 2.v.r.) und Christoph Gläßer (Ruhrmühle, rechts) freuen sich über den Start des Lieferdienstes.

Oberbürgermeister Bernd Tischler (4.v.r.), Initiatoren des Projekts und Händler wie Barbara Bukes (Biomarkt Bukes, 2.v.r.) und Christoph Gläßer (Ruhrmühle, rechts) freuen sich über den Start des Lieferdienstes.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Mit dem Projekt soll der heimische Einzelhandel gestärkt werden. Sechs Händler sind bisher Teilnehmer. Zwölf weitere sollen bald folgen.

Louise heißt der neue Lieferdienst in Bottrop. Ab sofort sollen Waren einfach und schnell zu gewünschten Zeiten innerhalb des gesamten Stadtgebiets transportiert werden. Am gestrigen Montag ging das Projekt an den Start. Louise ist keine Frau aus Fleisch und Blut. Der weibliche Vorname ist nur eine Abkürzung für „Logistik und Innovative Services“.

Alle Bestellungen und Einkäufe, die bis 14 Uhr bei einem Bottroper Händler getätigt wurden oder über die Internetplattform von Louise eingehen, sollen noch am selben Tag ab 17.30 Uhr kostenlos geliefert werden. Eine Möglichkeit für den Kunden ist die Lieferung bis zur Haustür - klimaschonend mit einem von drei Lastenfahrrädern. „Das Angebot gilt zurzeit jedoch nicht für Feldhausen, Grafenwald und Kirchhellen“, sagt Dorothee Lauter, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsförderung. Die Haushalte werden aktuell von Louise nicht beliefert.

Gespräche mit weiteren zwölf Händlern laufen

Alternativ dazu stehen „Louise Points“, vergleichbar mit den bekannten Paketshops, zu denen sich Kunden ihre Ware schicken lassen können, zur Verfügung. Hinzu kommen noch zwei Paketschränke. Einer steht in der „Louise City-Station“ in der Altmarkt-Passage in der Innenstadt, der andere am Hauptbahnhof. Unabhängig von Geschäftszeiten können registrierte Kunden dort problemlos ihre Ware abholen. Geplant ist dann auch ein „Louise Point“ in Kirchhellen.

Die Abteilungsleiterin beschreibt den Lieferdienst als ein „agiles Projekt“. Will heißen: Die Verantwortlichen sind in den kommenden Wochen und Monaten auf rege Beteiligung, Feedback und Verbesserungsvorschläge angewiesen. „Wir lernen, was funktioniert und was weniger funktioniert“, so Dorothee Lauter. Sechs Händler (Humboldt Buchhandlung, die Weinbar Il Vinaio, Wäscherei Mayr, Allerlei Verpackungsfrei, Ruhrmühle, Biomarkt Bukes) sind inzwischen mit von der Partie. Mehr Geschäfte sollen zügig folgen. „Wir sind noch mit zwölf Händlern in Gesprächen“, sagt Dorothee Lauter.

Einzelhandel soll von Louise profitieren

Neben Händlern sind noch weitere Teilnehmer für „Louise Points“ gesucht, wo die Pakete an den Standorten hin geliefert und abgeholt werden können. Dazu zählen Tankstellen, Kioske und andere Lokalitäten, die ausreichend Lagermöglichkeiten und einen Internetzugang besitzen. Von diesem wachsenden Netzwerk soll vor allem der heimische Einzelhandel profitieren. In dem Modellversuch möchten sich die Händler gemeinsam gegen die wachsende Internetkonkurrenz wehren.

Oberbürgermeister Bernd Tischler freut sich auf das Projekt. Es ist „eine gute Sache für den Einzelhandel und eine Chance für die Stadt“. Und er hoffe, dass viele Bottroper mitmachen. „Die Umsätze bleiben hier in Bottrop“, sagt Tischler beim Start von Louise.

Barbara Bukes musste nicht lange überlegen, ob sie bei dem Lieferdienst mitmachen soll. „Es ist ein spannendes Projekt, schließlich geht es auch um Nachhaltigkeit“, meint die Inhaberin des Biomarktes an der Böckenhoffstraße. Durch den Einsatz des umweltfreundlichen Lastenfahrrads könnte Kohlendioxid eingespart werden.

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