Kirche

Bistums-Handbuch gibt Gemeinden Tipps für Willkommenskultur

Menschen einladen möchte die katholische Kirche, zum Beispiel zum Gottesdienstbesuch. Hier ein Foto vom Gottesdienst in der Cyriakus-Kirche, bei dem Pastor Peter Wilhelm Keinecke vorgestellt wurde.

Menschen einladen möchte die katholische Kirche, zum Beispiel zum Gottesdienstbesuch. Hier ein Foto vom Gottesdienst in der Cyriakus-Kirche, bei dem Pastor Peter Wilhelm Keinecke vorgestellt wurde.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop/Essen.   Um bei den Menschen noch mehr als einladende Kirche wahrgenommen zu werden, können haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter einiges tun.

Die katholische Kirche will sich einladend und gastfreundlich zeigen, Menschen sollen sich dort willkommen fühlen. Sei es nun bei der ersten Kontaktaufnahme am Telefon, durch den Besuch eines Begrüßungsdienstes oder wenn sie Weihnachten zum Gottesdienst kommen. Praktische Tipps für eine Willkommenskultur in Kirchengemeinden gibt ein neues Handbuch des Bistums Essen.

„Herzlich.Kirchlich.“ ist der Titel des Ringbuchs, das Haupt- und Ehrenamtliche in Gemeinden, kirchlichen Verbänden und Einrichtungen zu einer offeneren Haltung ermutigen möchte, so beschreibt es Michael Meurer, Projektleiter und Mit-Herausgeber.

Wertschätzende Begegnung

Dabei gehe es nicht darum, die Menschen zu vereinnahmen, die ins Pfarrbüro kommen, den Kommunionkinder-Elternabend besuchen oder einen Gottesdienst mitfeiern wollen. „Unsere Gäste dürfen frei entscheiden, ob sie bleiben wollen. Eine einladende, gastfreundliche Kirche will nicht vereinnahmen, sondern wertschätzende Begegnung ermöglichen“, sagt Meurer, Leiter der Abteilung Gemeinschaft und Diakonie im Pastoral-Dezernat des Bischöflichen Generalvikariats.

Das neue Handbuch liefere dabei keine Patentrezepte, „sondern gibt Anregungen und Hinweise, wie wir noch mehr als einladende Kirche wahrgenommen werden können“. Es ist das Ergebnis einer rund dreijährigen Projektarbeit im Rahmen des Zukunftsbilds im Bistum Essen.

Text für Anrufbeantworter überdenken

Einer der Hinweise in „Herzlich.Kirchlich.“ lautet: „Rufen Sie einmal den Anrufbeantworter ihrer Gemeinde an.“ Oft sei dies einer der ersten Kontakte mit der katholischen Einrichtung, zudem würden sich dort Menschen mit den unterschiedlichsten Anliegen melden, heißt es im Handbuch – „vom plötzlichen Trauerfall bis zur Beschwerde über die laute Musik im Gemeindeheim“.

Um möglichst allen Anrufern gerecht zu werden rät das Buch zu einer knappen und informativen Ansage, die neben dem Hinweise auf die nächsten Öffnungszeiten auch einen Rückruf zusichert – idealerweise mit der Angabe, bis wann.

Praxisnahe Beispiele

Das Handbuch gibt darüber hinaus praxisnahe Beispiele, nicht nur für Anrufbeantworter-Texte, sondern auch für Einladungsbriefe, Checklisten für Veranstaltungen oder Anregungen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit.

Zudem betont Meurer: „Unser Reader ist nicht fertig!“ Künftig sollen weitere gute Beispiele und Ideen aus Gruppen, Verbänden, Pfarreien und Gemeinden aufgenommen werden.

Das Handbuch (278 Seiten) ist für fünf Euro erhältlich im Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, Essen. Kunden, die dort ihre Adresse hinterlassen, erhalten auch künftige Nachlieferungen.

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