Spargelhof Beckmann

Bezirksvertreter geben ihr Okay fürs neue Jugendhaus

Der alte Spargelhof Beckmann wird nach langem Hin und Her in ein Jugendzentrum umgebaut.

Foto: Lars Fröhlich

Der alte Spargelhof Beckmann wird nach langem Hin und Her in ein Jugendzentrum umgebaut. Foto: Lars Fröhlich

Kirchhellen.   SPD, Grüne und ÖDP sind für den Bau am Ex-Spargelhof. CDU hält das Jugendzentrum für richtig, aber den Standort an der Hackfurthstraße für falsch

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Wieder ein kleiner Schritt in Richtung Kinder- und Jugendeinrichtung Beckmanns Hof: Der Bezirk befasste sich wiederholt mit dieser Einrichtung, die an der Hackfurthstraße entstehen soll. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und ÖDP wurde für den Neubau sozusagen das planerische Fundament gelegt, während die CDU dagegen votierte. Ratsherr Rainer Hürter meinte aber zu Beginn der Diskussion in der Bezirksvertretung: „Kinder- und Jugendarbeit ist wichtig. Kirchhellen hat ein solches Zentrum verdient. Nur der Standort ist nicht richtig.“

So fuhr auch anschließend Fraktionssprecher Bernhard Steinmann schweres Geschütz auf: „Dort werden 1,6 Millionen Euro in den Sand gesetzt.“ Die Christdemokraten ließen nicht locker und hinterfragten die Folgekosten. Nach Auskunft der Verwaltung muss mit rund 100 000 Euro pro Jahr gerechnet werden.

Die Falken interessieren sich für das neue Zentrum

Wie in der Sitzung zu erfahren war, interessierte sich bisher nur ein Träger für das konzipierte Haus, das auf einem 2242 Quadratmeter großen Grundstück des einstigen Spargelhofes entstehen soll. Bisher haben nur die Falken, die die Villa Körner an der Horsthofstraße betreiben, Interesse an dem neuen Haus bekundet. Es besteht nach Auskunft der Stadt aber noch Verhandlungsbedarf. Daher schwanken die jährlichen Aufwendungen für Mitarbeiter zwischen 70 000 und 120 000 Euro.

Bevor aber die Bauhandwerker mit Kran und Kelle anrücken, soll die ehemalige Scheune abgerissen werden. Das Hauptgebäude wird wohl weiterhin privat genutzt. In den bisher veranschlagten Baukosten von 1,6 Millionen Euro sind Abriss, Baukosten und Gestaltung der Außenanlage und der Bau des Lärmschutzwalles enthalten. Mittel für die Möblierung und den Einbau einer umweltschonenden Heiz-Lüftungsanlage für den eingeschossigen Bau fehlen vollkommen. Das riss Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder zu einer spöttischen Bemerkung hin: „Und das in Innovation City.“

CDU-Idee: Stadt soll Geld an Anwohner zurückzahlen

Nach Auskunft von Ilona Nentwig vom städtischen Gebäudemanagement ist daran gedacht, das neue Zentrum über eine Kombination aus Luftwärmepumpe- und Gasheizung zu versorgen. Die Stadt kann für den Bau mit einer 90prozentigen Landesförderung rechnen. Bisher stehen rund 711 000 Euro bereit. Dieser Betrag stammt aus einer Umlage, die Bauherren aus dem Bereich Hackfurth-/Rentforter-Straße/Dorfheide bereits entrichteten, ihnen wurde dort ein Kombihaus nebst Sporthalle versprochen.

Benedikt Steinmann (CDU) machte daher der Stadt den Vorschlag, wegen der vielen Ungereimtheiten rund um das Projekt Jugendhaus, den Einzahlern die Beträge zurückzuüberweisen, was bei den anwesenden Verwaltungsvertretern jedoch mit einem Schmunzeln zu Kenntnis genommen wurde. Wenn die Ausschreibungen formuliert sind, wird sich die Bezirksvertretung noch in diesem Jahr erneut mit dem Neubau befassen. Vermutlich schon am 11. September.

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