Sicherheit im Verkehr

Best und Stadt wollen Laster mit Abbiegesystemen nachrüsten

Best-Vorstandschef Uwe Wolters (rechts) mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit den Ernennungsurkunden für den Entsorger und die Stadtverwaltung.

Best-Vorstandschef Uwe Wolters (rechts) mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit den Ernennungsurkunden für den Entsorger und die Stadtverwaltung.

Foto: Verkehrsministerium

ottrop.  Der Entsorger Best will binnen zwei Jahren 45 schweren Müllfahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausrüsten - zum Schutz von Fußgängern und Radlern.

B Abbiegeassistenten für große Fahrzeuge können Unfälle verhüten, indem sie die toten Winkel im Rückspiegel ausleuchten. Deshalb will der Entsorger Best schneller als von der EU gefordert seine Müllfahrzeugflotte mit diesen Assistenten nachrüsten. Dafür gibt es Förderzusagen und die Ernennung zum Sicherheitspartner der „Aktion Abbiegeassistent“, die Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor einem Jahr gestartet hat.

Best-Vorstandschef Uwe Wolters hat sich beim Bundesverkehrsminister jetzt die Ernennungsurkunde abgeholt und die für die Stadtverwaltung gleich mitgebracht. Denn auch die will ihre Fahrzeugflotte nachrüsten - vor dem verbindlichen Einführungsdatum auf EU-Ebene. Die EU will Abbiegeassistenten erst ab 2022 für alle neuen Fahrzeugtypen und ab 2024 für alle Neufahrzeuge vorschreiben.

Nachrüstung kostet ja nach Typ bis zu 2500 Euro

Das dauert der Bundesregierung zu lange. Bei der Best wird das schneller gehen, sagt Wolters. Vier Fahrzeuge sind bereits nachgerüstet, zehn weitere sollen noch dieses Jahr folgen. Wolters: „Die Fahrer haben die Erfahrungen mit dem Assistenten sehr positiv bewertet.“ Innerhalb von zwei Jahren sollen alle 45 schweren Fahrzeuge der Best mit dem zusätzlichen Sicherheitssystem ausgerüstet sein. Nach Wolters’ Angaben kostet die Nachrüstung pro Fahrzeug zwischen 2000 und 2500 Euro.

Die Bundesregierung hat für 2019 einen Fördertopf von zehn Millionen Euro für die freiwillige Nachrüstung von Lastwagen und Bussen eingerichtet. Außerdem hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für sechs Abbiegeassistenzsysteme eine Allgemeine Betriebserlaubnis erteilt.

68 neue Sicherheitspartner

Der Bundesverkehrsminister bewertet die Sicherheitspartnerschaft mit 68 Kommunen, städtischen Unternehmen und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW als großen Schritt für mehr Verkehrssicherheit: „Sie alle sind Vorbilder und Lebensretter. Denn wir haben eine gemeinsame Verantwortung: Jeder Abbiegeassistent zählt!“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben