Ehrenamt

Bald ist sonntags Suppenzeit im Bottroper Kirchenladen

Christiane Hartung, Eugen Luerweg, Barbara Peuler, Sigrid Hoffjan und Margret Zerres (v.l.) laden sonntags zur Suppe im Kirchenladen an der Adolf-

Christiane Hartung, Eugen Luerweg, Barbara Peuler, Sigrid Hoffjan und Margret Zerres (v.l.) laden sonntags zur Suppe im Kirchenladen an der Adolf-

Foto: Joachim Kleine-Büning

Bottrop.   Langeweile am Sonntag? Hunger und Lust mit anderen zu reden und zu essen? Dann sollte man sich den 28. Oktober vormerken.

Bald ist Suppenzeit im Ladenlokal „Mittelpunkt begegnen“ der Cyriakus-Gemeinde an der Adolf-Kolping-Straße. Immer am letzten Sonntag im Monat sollen hier Menschen zusammen kommen können, die Lust haben auf ein gemeinsames Essen und ein Gespräch.

Geboren wurde die Idee schon vor einigen Monaten bei der Gemeindecaritas, erzählt Margret Zerres, die Vorsitzende der Caritas-Konferenz Deutschlands (CKD) im Stadtverband Bottrop. Viele Projekte wurden gedanklich hin und her gewälzt, bis die Idee reifte, etwas für Menschen zu tun, denen es nicht so gut geht, die bedürftig sind. Und damit meinen die Organisatoren nicht allein das Finanzielle. „Es gibt viele Arten von Bedürftigkeit“, sagt Margret Zerres.

Viele Menschen sind einsam und vermissen vor allem sonntags den Kontakt zu anderen, wenn alle Geschäfte geschlossen sind, kein Markt ist und die Menschen zu Hause in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Wohin soll man dann gehen, wenn man alleine ist? Bald ins Ladenlokal des Citypastorals an der Adolf-Kolping-Straße.

„Wir fangen klein an“, sagt Margret Zerres. „Wir wollen kein Riesenprojekt, das wir vielleicht nicht stemmen können.“ Denn hinter ihr steht vor allem ein Trupp von Ehrenamtlichen aus der Caritas der verschiedenen Gemeinden der Pfarrei. „Es geht hier um die Sache, nicht um die Pfarrei.“

Unterstützt werden sie von Christiane Hartung, Gemeindereferentin der Pfarrei St. Cyriakus, die das Ladenlokal im Juli 2017 als vorübergehenden Ersatz für das fehlende katholische Stadthaus eröffnet hat, bis das geplante Gemeindehaus am Kirchplatz steht.

Die Suppe wird spendiert

Für ihre Idee mit der Suppenzeit haben die Ehrenamtlichen eine ganze Reihe von Sponsoren gewinnen können, die im nächsten halben Jahr die Suppe spendieren wollen. Den Anfang macht beim ersten Mal Nachbarin Christina Berger, die Inhaberin vom Café Kram direkt gegenüber. Die Gastronomen vom Bahnhof Nord und einem griechischen Lokal sowie die Küchenchefs von St. Teresa, St. Hedwig und vom Marienhospital haben ebenfalls einen Topf Suppe versprochen.

Nun sind die Organisatoren gespannt, wie ihr Angebot angenommen wird. Ihre „Reklame“ – eine eigens dafür entworfene Postkarte mit blauem Suppenteller und silbernen Löffeln – haben sie an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Kommen dürfen alle, das Angebot ist kostenfrei, über kleine Spenden freuen sich die Organisatoren.

Los geht’s am Sonntag, 28. Oktober, 13 bis 15 Uhr, im Ladenlokal, Adolf-Kolping-Str. 4.

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