Innovation City

Aus einer zugepflasterten Fläche wird ein Kita-Garten

Mit Schaufeln und Schubkarren gehen die Kita-Kinder ans Werk, um den Vorplatz zu begrünen.

Mit Schaufeln und Schubkarren gehen die Kita-Kinder ans Werk, um den Vorplatz zu begrünen.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Innovation City: Der Kirchenvorplatz von St. Peter in Bottrop erhält Bäume und Beete. Kinder packen mit an und lernen etwas über Nachhaltigkeit.

Was macht eigentlich ein Landschaftsgärtner? Um diese Frage ging es am Freitag für die rund 25 Vorschulkinder des Kindergartens St. Peter. Sie durften im Rahmen der Aktion „Tag des kleinen Landschaftsgärtners“ den Experten zusehen und selbst kräftig mithelfen und gestalten. Auch Baggerfahren stand auf dem Programm.

Die Aktion „Tag des kleinen Landschaftsgärtners“ wurde von Innovation City ins Leben gerufen. Sie gehört zur gegenwärtig laufenden städtischen Kampagne „Grünes Bottrop“. Während einer Stadtteilkonferenz in Batenbrock war der Kontakt zur Pfarrei St. Joseph entstanden. Kurz darauf wurde das Projekt mit dem Kindergarten St. Peter und der Landschaftsbaufirma Blanik zusammengeführt.

Lavendel, Schokominze und Salbei sollen Insekten anlocken

„Heute geht es vor allem darum, die stark versiegelten Flächen zu lockern und zu bepflanzen“, erklärt Dirk Blanik. Er zeigt auf den gepflasterte Vorhof der Kinderkirche der Gemeinde St. Joseph, auf dem jetzt erstmal zwei große Löcher für die Bäume gegraben werden müssen. Kugelahorn soll dort wachsen. Außerdem sollen Blumen den kargen Platz verschönen, und die müssen kräftig duften, denn wie Dirk Blanik erklärt: „Es sollen ja Insekten angelockt werden. Heute haben wir unter anderem Lavendel, Schokominze und Salbei mitgebracht.“

Landschaftsgärtner sind eigentlich große Umweltschützer

Den Kindern macht er den Beruf des Landschaftsgärtners schmackhaft und bringt dabei auch die nachhaltige Wirkung solchen Schaffens ins Spiel: „Der Landschaftsgärtner ist eigentlich ein großer Umweltschützer.“ Blanik hat auch noch einen trefflichen Leitspruch parat: Jeder Mensch sollte in seinem Leben ein oder zwei Bäume gepflanzt haben.

Dabei durften die Kinder nun mithelfen. „Gleich könnt ihr euch selbst mal die Schubkarren und Schaufeln schnappen und mit anpacken“, ruft Blanik der Schar zu. Kurz darauf findet er sich in einem ziemlichen Durcheinander wieder.

Erstmal ein Baustellenfrühstück

Bevor es am Vormittag mit der Gartenarbeit losging, gab es erst einmal ein richtiges Baustellenfrühstück für die Nachwuchsgärtner. Dafür hatte man eine kleine Bierzeltgarnitur und Brötchen besorgt. Dann wurden die Ärmel hochgekrempelt und das erste Loch für den Baum weiter aushoben. Nicht selten landeten die Schüppen voll mit Erde über dem eigenen Kopf und nicht in dem dafür vorgesehenen Beet.

Als der Baum schließlich in die Erde gesetzt war, musste die Wurzel wieder bedeckt werden. Dafür reihten sich die Kinder mit ihren kleinen Schubkarren vor dem Transporter der Landschaftsbaufirma auf, und jedes bekam eine Ladung, die zu den Bäumen transportiert werden musste. „Wir sind Arbeiter“, rufen einige der Fünfjährigen. Die Aktion kommt offenkundig bestens an.

Endlich rollt der Bagger an

Aber dann der Höhepunkt. Endlich rollt die große Maschine herbei, und jedes Kind darf einmal Baggerfahren. Theoretisch. Einige zeigen großen Respekt und versuchen, sich hinter ihren Freunden zu verstecken. Andere lassen den Bagger vor Staunen nicht mehr aus den Augen. Jene, die sich trauen, klettern auf den Schoß des Fahrers, ziehen und drücken an Hebeln, so dass sich die Schaufel bewegt und der Bagger sich dreht.

Die neu geschaffene Grünfläche soll in den Alltag des Kindergartens integriert werden: „Wir werden die Bäume und Pflanzen gießen und pflegen“, kündigt Leiterin Petra Eberhardt an.

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