Innenstadt

Aus der Bottroper IG Altstadt wird nun die IG Marktviertel

Oliver Schröder, Christina Grolla, Christina Berger und Bernd Sporkmann werben für die Marktviertel-Idee in Bottrop und erklären, warum sich die IG-Altstadt umbenannt hat.

Oliver Schröder, Christina Grolla, Christina Berger und Bernd Sporkmann werben für die Marktviertel-Idee in Bottrop und erklären, warum sich die IG-Altstadt umbenannt hat.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Interessengemeinschaft Altstadt gibt sich einen neuen Namen. Und die Händler haben schon Ideen, wie sie das neue Viertel voranbringen können.

Vor fast 40 Jahren wurde die IG Altstadt gegründet, auf ihrer Jahreshauptversammlung haben sich die Mitglieder nun entschieden, die Interessengemeinschaft umzubenennen. Ein Gedanke, der so schon seit längerem existierte, sagt Bernd Sporkmann, der stellvertretende IG-Vorsitzende. Mit dem Namen Altstadt könnten vor allem jüngere Bottroper nicht mehr viel anfangen, so die Erfahrung der Kaufleute. „Bei Gründung der IG war der Name sicherlich richtig, aber jetzt hatten wir schon länger nach einem neuen Namen gesucht.“

Über Christina Berger, Inhaberin des Café Kram und Mitglied der IG, kam man dann auf den Namen Marktviertel. Denn Christina Berger gehört mit zu den Initiatorinnen und Initiatoren der Marktviertel-Idee. Die haben es sich auf die Fahne geschrieben, den Bottroper Wochenmarkt zu stärken, die Aufenthaltsqualität zu steigern und so neue Händler und Besucher auf den Markt zu locken. Ein Engagement, von dem auch die Händler profitieren.

Kaufleute sehen Markt als Aushängeschild und Kundenmagnet für die Bottroper City

„Seit Ende 2019 verfolgen wir die Marktviertel-Idee“, sagt Christina Berger. Ein erster Aufschlag ist dann auch der Kaffeewagen, der seit April des Jahres an den Markttagen vor Mensing steht und einlädt, mehr Zeit auf dem Markt zu verbringen und den Wochenmarkt stärker auch als Treffpunkt und Ort der Begegnung zu sehen.

Für Bernd Sporkmann, den IG-Vorsitzenden Oliver Schröder und Christina Berger lag es also nahe, das alles miteinander zu verbinden. Denn, so Sporkmann: „Der Markt ist ein Magnet und ein Aushängeschild für die Stadt. Aber wir müssen etwas tun, damit es so bleibt.“ Und hier setzt die Interessengemeinschaft Marktviertel nun ein. Gemeinsam haben sich die Kaufleute der IG Gedanken gemacht, wie ihr Beitrag zum Marktviertel aussehen kann.

Interessengemeinschaft plant „eine Art Wechselbude“ für ihre Mitglieder

Oliver Schröder: „Wir wollen nun einen Marktstand bauen, den unsere Mitglieder dann nutzen können.“ So könne man den stationären Handel auch direkt in das Markttreiben mit integrieren. Dabei gehe es noch gar nicht mal unbedingt darum, auch Dinge zu verkaufen. Oliver Schröder etwa betreibt ein Küchenstudio. Die Chance, eine Küche auf dem Markt zu verkaufen, sei nicht besonders groß, da ist Schröder Realist. „Aber wir können uns mit kleinen Aktionen als lokale Händler präsentieren. Die Bottroper können die Vielfalt kennen lernen.“ Es gehe um „eine Art Wechselbude“, beschreibt Christina Berger.

Eine weitere Aktion, die die Interessengemeinschaft von nun an regelmäßig stattfinden lassen will: Einkaufen auf dem Markt und dann bei Schröder im Küchenstudio kochen. Ende August soll es das erste Mal so weit sein. Grundsätzlich wolle man versuchen, auch junge Leute für das Thema Markt und den Einkauf vor Ort zu begeistern, so der Plan der IG. Von der Stadt erhoffen sich die Akteure nun, dass das Thema auch konsequent verfolgt wird. Zuletzt habe es Gespräche im Arbeitskreis Aktive Innenstadt zu dem Thema gegeben.

Händler wünschen sich von der Stadt Bottrop Akquise für neue Markthändler

Sporkmann: „Wir wünschen uns, dass sich die Stadt bemüht, die Lücken auf dem Markt zu füllen, also Akquise für den Wochenmarkt betreibt und gleichzeitig auch diesen Markt offensiv nutzt, um für Bottrop zu werben.“ Christina Berger, die mit dem Marktviertel-Café auch andere Wochenmärkte der Region besucht, berichtet von positiven Rückmeldungen der dortigen Händler zum Bottroper Markt. „Wenn ich da einen interessanten Stand sehe, versuche ich auch immer, ihn zu überzeugen, doch auch nach Bottrop zu kommen.“

Gerade Themen wie nachhaltiges oder verpackungsfreies Einkaufen und regionale Produkte ließen sich doch mit dem Wochenmarkt gut rüberbringen, so die Überzeugung der IG-Verantwortlichen. Und davon könne am Ende die gesamte Stadt profitieren, sagen die Kaufleute.

Interessengemeinschaft will so auch für neue Mitglieder interessant werden

Umgekehrt erhofft sich auch die Interessengemeinschaft einen Schub, öffnet sich mit der Umbenennung auch für mögliche neue Händler, außerhalb von unterer Hochstraße und Poststraße. Hier hoffen die Verantwortlichen, dass weitere lokale Geschäftsleute auf die Idee anspringen und die IG unterstützen.

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