Stadterneuerung

Arbeiten an der Bottroper Gastromeile gehen weiter

Dezernent Klaus Müller, Ingo Pretzsch, Uwe Meyer und Frank Weinert vom Fachbereich Tiefbau- und Stadterneuerung sowie Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff stellen die Ausbaupläne vor.

Foto: Thomas Gödde

Dezernent Klaus Müller, Ingo Pretzsch, Uwe Meyer und Frank Weinert vom Fachbereich Tiefbau- und Stadterneuerung sowie Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff stellen die Ausbaupläne vor. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Montag rollen auf der Gladbecker Straße wieder Bagger. Baustelle ruhte fünf Monate. In einem Teil wird Pflaster verlegt, das Schadstoffe abbaut.

Die Absperrungen werden wieder aufgebaut, noch in dieser Woche soll die Baustelle eingerichtet werden, und ab Montag gehen die Arbeiten an der Fußgängerzone Gladbecker Straße weiter. Gut fünf Monate hat die Unterbrechung der Baustelle dann gedauert. Im April hatte die Verwaltung den Vertrag mit dem Bauunternehmer nach Unstimmigkeiten gekündigt. Die Arbeiten mussten neu ausgeschrieben werden.

Aus Rücksicht auf geplante Veranstaltungen wie das Konzert der Queen-Coverband und den Spendenlauf für das Hospiz habe man noch etwas gewartet, bevor es nun weitergeht. Die Arbeiten schließen da an, wo sie unterbrochen worden waren. Zunächst wird die nördliche Seite von der Gerichtsstraße bis zum Altmarkt gepflastert, auf dem „Rückweg“ dann die andere Seite. Außerdem werden in den nächsten Tagen die Wurzeln der alten Bäume ausgefräst, um am Ende neue Bäume zu pflanzen.

Bis April 2018 soll Bauabschnitt beendet sein

Bis April 2018 soll dieser Bauabschnitt beendet sein – wenn das Wetter mitspielt. „Somit könnte die Biergartensaison für die Gastronomen schon auf dem neuen Teil stattfinden“, sagt Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff.

Die Bauarbeiter nehmen sich ab April den Bereich zwischen Gerichts- und Friedrich-Ebert-Straße vor, auch bekannt unter der alten Bezeichnung Kreuzkamp. Hier entsteht ein Platz, der größere Aufenthaltsqualität bieten soll. Eine Besonderheit ist die Pflasterung, die an dieser Stelle verlegt wird. Es handelt sich um ein Spezialpflaster, das Stickoxide binden und unschädlich machen kann. Im Bereich von Kapitän-Lehmann- und Peterstraße wurde es bereits verlegt, und Messungen haben ergeben, dass die Steine die Luftbelastung tatsächlich senken können. An einigen Stellen verringerte sich die Stickoxid-Belastung um bis zu 39 Prozent.

Steag trägt Mehrkosten für Spezialpflaster

Die Stickoxide werden abgebaut und umgewandelt in Nitrat. Doch das sei nicht vergleichbar mit dem, was beim Düngen in die Erde sickert, erklärt Baudezernent Klaus Müller. Die Konzentration sei viel geringer, außerdem gelange es zunächst in die Kanalisation und nicht direkt in die Erde. Die Steag hat die Steine entwickelt, sie trägt auch die Mehrkosten die anfallen, um die rund 2000 Quadratmeter große Fläche mit dem Spezialbelag zu pflastern. Müller: „Die Steag ist Partner der Innovation City und bringt sich an dieser Stelle ein.“

Die Gladbecker Straße ist nicht die letzte Baustelle in diesem Bereich der Innenstadt. Auch das Teilstück der Kirchhellener Straße von Altmarkt bis Rathaus soll umgestaltet werden. Das ist nötig, um die Einbahnstraße in beide Richtungen für Radfahrer freigeben zu können. Und dann steht noch das Grosprojekt Trapez an.

Trapez und Kirchhellener Straße stehen noch an

Doch bevor die Stadt hier aktiv werden kann, müssen die Eigentümer die Tiefgarage unter dem Platz sanieren. Einen entsprechenden Vertrag zwischen Stadt und Eigentümergemeinschaft gebe es bereits, so Müller. Bis zum Ende des Förderzeitraums im Jahr 2020 sollen beide Projekte abgeschlossen sein.

Ob die Kündigung des Vertrages mit dem ersten Unternehmer noch ein Nachspiel habe, vermochte Müller nicht zu sagen. Für die Verwaltung sei die Sache mit der Vertragsauflösung erledigt. Aktuell prüfe man die Schlussrechnung für die geleisteten Arbeiten.

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