Krebsmittel-Skandal

Apotheker-Prozess: Weitere Opfer als Nebenkläger zugelassen

Bei den Demonstrationen der vom Krebsmittel-Skandal Betroffenen, die in Bottrop stattfinden, wird auch immer an die verstorbenen Patienten erinnert.

Foto: Fabian Strauch

Bei den Demonstrationen der vom Krebsmittel-Skandal Betroffenen, die in Bottrop stattfinden, wird auch immer an die verstorbenen Patienten erinnert. Foto: Fabian Strauch

Bottrop/ Essen.   Montag beginnt in Essen der Prozess gegen Peter S. aus Bottrop, der Krebsmittel manipuliert haben soll. Vier Rechtsanwälte verteidigen ihn.

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Am Montag beginnt im Landgericht Essen der mit Spannung erwartete Prozess gegen den Bottroper Apotheker Peter S. wegen Betruges, Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz und versuchte Körperverletzung.

Den Auftakt werden mehr Nebenkläger verfolgen als zunächst angekündigt: Die XXI. Strafkammer unter Vorsitz des Vorsitzenden Richters Johannes Hidding hat inzwischen den Anträgen von 17 möglichen Opfern des Apothekers stattgegeben, die selbst oder deren Angehörige Medikamente aus der Bottroper Apotheke bezogen haben sollen.

Er soll die Krankenkassen um 56 Millionen Euro betrogen haben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Apotheker vor, in 61 980 Fällen Arzneimittel für Krebstherapien unterdosiert und gegen Hygienevorschriften verstoßen zu haben. Durch die falschen Dosierungen soll er zudem die gesetzlichen Krankenversicherungen um 56 Millionen Euro betrogen haben.

Weiterhin sind 27 Fälle von versuchter Körperverletzung angeklagt. Peter S. lässt sich von vier Rechtsanwälten aus Essen und Dortmund verteidigen.

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