Zerstörungswut

Ärger um Vandalismus im Parkhaus am Bahnhof Bottrop hält an

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Frisch gestrichen – und schon wieder beschmiert: Das Treppenhaus vom Parkhaus am Bahnhof in Bottrop.

Frisch gestrichen – und schon wieder beschmiert: Das Treppenhaus vom Parkhaus am Bahnhof in Bottrop.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Kaum frisch gestrichen, sind die Wände im Parkhaus-Treppenhaus am Bahnhof Bottrop schon wieder beschmiert. Stadt will das nicht länger hinnehmen.

Seit dem Frühjahr wird das Parkhaus am Bottroper Bahnhof nachts in der Zeit von 23 bis 4 Uhr verschlossen. Vandalismus kann durch diese Maßnahme offenbar dennoch nicht verhindert werden. Im Bauausschuss kündigte Peter Sommer, der städtische Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft, an, das nicht länger hinnehmen zu wollen. Womöglich soll das Parkhaus erneut videoüberwacht werden.

Gegenüber der WAZ-Redaktion erläuterte Sommer: Erst im Frühsommer sei das komplette Treppenhaus grundgereinigt und gestrichen worden, samt eigener Farbe für jede Etage. Doch schon „zieren“ wieder Schmierereien die Wände sowie Fenster.

Parkhaus am Bahnhof Bottrop: Vandalen bedienen sich an Feuerlöschern

„Wir hatten auch Probleme mit den Feuerlöschern“, so Sommer weiter. Diese waren entleert und durch die Gegend geworfen worden, teilweise sogar bis auf die Bahnschienen. Hier ist nun der Plan, die Feuerlöscher komplett rauszunehmen und stattdessen Trockensteigleitungen zu verlegen, die die Feuerwehr im Falle eines Falles anzapfen kann.

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Der Boden sei erst vergangene Woche von einer Firma per Hochdruckreiniger gesäubert worden, er macht aktuell tatsächlich einen guten Eindruck. Das ist aber längst nicht immer so, berichtet Sommer: In den Ecken werde durchaus das ein oder andere unappetitliche Geschäft erledigt.

Selbst eine Sicherung am vergitterten Seiteneingang zum Treppenhaus, die ein seitliches Hineingreifen und damit unbefugtes Türenöffnen verhindern soll, sei schon umgangen worden.

Vandalismus in Bottrop: Stadt will Tätern auf die Spur kommen

Gerne würde er denen, die für Vandalismus und üble Verschmutzungen in von Sommer derzeit nicht zu benennender Schadenshöhe verantwortlich sind, auf die Spur kommen. „Ich überlege, ob wir durch eine stärkere Überwachung das Eindringen verhindern können .“ Etwa durch einen Sicherheitsdienst oder per Video. „Dazu müssen aber erst die Kosten ermittelt werden.“ Die Maßnahmen müssten am Ende verhältnismäßig bleiben. Gleichzeitig bezeichnet Sommer den Bahnhofsbereich als „Eingangstor“ zur Stadt.

Vandalismus ist in Bottrop nicht nur an dieser Stelle ein Problem: So attackierten Unbekannte diesen Sommer etwa die gerade erst renovierten Toiletten im historischen Torbogenhaus am Stadtgarten. Auch die Toiletten am Hauptbahnhof oder am Berliner Platz sind aufgrund von Zerstörungswut und Verschmutzung immer wieder übel aufgefallen. Sprayer verunstalteten so viele Flächen mit ihren Graffiti – „das sind ja nicht mal schöne Bilder, nur Rumgeschmiere“ –, dass die Stadt 2020 allein für deren Beseitigung rund 40.000 Euro ausgeben musste.

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