Neujahrskabarett

Ab in die Kirche - zum Bottroper Neujahrskabarett!

Benjamin Eisenberg hat wieder drei Kollegen eingeladen. Die müssen in die Kirche, denn Passmanns Kulturkneipe ist zu klein für Sicherheitsabstände.

Benjamin Eisenberg hat wieder drei Kollegen eingeladen. Die müssen in die Kirche, denn Passmanns Kulturkneipe ist zu klein für Sicherheitsabstände.

Foto: Eisenberg

Bottrop.  Benjamin Eisenberg schickt Kollegen und Publikum nach Heilig Kreuz: Nicht zum beten, sondern zum Neujahrskabarett. Bei Passmanns wär’s zu eng.

Mindestens zwei Klassiker aus dem Kulturbereich gehören seit Jahren zu Bottrops Klassikern am Jahresbeginn: das Festival „Orgel plus“ und das „Neujahrskabarett“ bei Passmanns. Über coronabedingte Änderungen bei !Orgel plus“ informiert die WAZ in der kommenden Woche. Für die mittlerweile zehnte Auflage von Benjamin Eisenbergs „Neujahrskabarett“ bei Passmanns haben die Veranstalter bereits pandemietaugliche Modelle ausgearbeitet .

Dieses Mal kann die Show leider nicht bei Passmanns stattfinden, sondern wird in die Kulturkirche Heilig Kreuz verlegt, wo es genügend Abstände und ein Hygiene-Konzept gibt, das sich bewährt hat, u. a. beim „Kabarett im Doppelpack“ im August und beim „Bottroper FrechDAX“ im Oktober. Der Kulturförderverein „Konjungtur“ springt als Veranstalter ein.

Für drei Tage, vom 10. bis 12. Januar 2021, planen Dirk Helmke und Gastgeber Benjamin Eisenberg mit zunächst unter 100 Zuschauern pro Abend, um die Veranstaltung auch durchführen zu können, wenn der Inzidenzwert sinkt. Bei stabiler Lage könnten kurzfristig dann aber auch noch mehr Karten verkauft werden. „Momentan planen wir halt von Woche zu Woche“, betont Eisenberg, für den der eigentlich gut angelaufene „Neustart Kultur“ schon wieder unterbrochen wurde. Falls nötig, kann die Show auch in den Februar verlegt werden.

Stammgäste und neue Gesichter

Das alles soll den Vorgeschmack aufs Programm nicht verderben. Denn neben Corona gibt es natürlich genug andere Themen, erst recht im Wahljahr 2021. Für einen abwechslungsreichen Abend aus Stand-up-Comedy, Polit-Satire und Musikkabarett kommen drei ganz unterschiedliche Bühnen-Kollegen von Benjamin Eisenberg zusammen. Klar, der Stammgast aus Oberhausen ist mit von der Partie: Matthias Reuter präsentiert nicht nur witzige Geschichten aus seinen Büchern und skurrile jazzige Lieder am Klavier, sondern hat auch gerne mal seine Gitarre im Gepäck. Reuter hat bald Premiere mit einem neuen Soloprogramm und allein deshalb viele neue Stücke im Repertoire, für die er den Ruhris genauso wie den Herren im hohen Haus in Berlin mal etwas genauer auf Maul geschaut hat.

Zweite im Bunde ist Katie Freudenschuss. Durch die Produktionen im Oberhausener Ebertbad hat sie sich in der Region einen Namen gemacht, aber natürlich ist sie auch mit ihrem Solo unterwegs: „Einfach Compli-Katie!“ Gewohnt wort- und stimmgewaltig zeigt die Kabarettistin, Pianistin und Sängerin musikalisch und sprachlich ihre zahlreichen Facetten und Talente. am Ende steht eine abwechslungsreiche One-Woman-Show der Halbösterreicherin aus Hamburg. Geprüft wurde sie immerhin schon in „Die Anstalt“ (ZDF) oder der ARD „Ladies Night“.

Kinder, Küche und Karrierefrau

Den Schlussakkord setzt Hans Gerzlich, „FrechDAX“-Preisträger 2015. mit Ausschnitten aus seinen Programmen : „Und wie war dein Tag, Schatz!“ und „Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem – dachte ich“. Der Gelsenkirchener kennt das neueste Bürogeflüster und nimmt sein Publikum nicht nur mit ins Meeting, sondern auch in die Kantine, in die Kaffeeküche, ins Vorstellungsgespräch und macht die Zuschauer mit seinen Karrierezielen vertraut. Allerdings ist jetzt nicht mehr er der Büro-Hengst, sondern seine Frau. Er wollte immer der Herr im Hause sein, jetzt ist er es: Sie macht die Karriere, er den Haushalt. Zu Kindern und Küche kommt nun die Karrierefrau. Und die kommt abends gut gelaunt aus dem Büro, hat Lust auf Sex – und er Kopfschmerzen. Zu dumm…

Daten, Vorverkauf und Alternativen

Sollte die Show im Januar aufgrund zu hoher Infektionszahlen oder einer Lockdown-Verlängerung nicht möglich sein, gibt es auch einen Plan B: Die Veranstaltung wird dann um einen Monat in den Februar geschoben. Spielort bleibt die Kulturkirche. Es ändern sich dann sich lediglich die Wochentage: So., 10. Januar wird zu Mi., 10. Februar; Mo., 11. Januar rückt auf Do., 11. Februar und Di., 12. Januar rückt auf Fr., 12. Februar. Beginn ist immer um 19.30 Uhr.

Karten im Vorverkauf ab 4. Dezember zu 18 Euro in der Humboldt-Buchhandlung (Kirchhellener Str. 18), im Musikforum (Pferdemarkt 2), in der Volksbank (Kirchhellener Str. 6-8) und über die Kulturkirche Heilig Kreuz. Aktuelle Infos auf: www.benjamin-eisenberg.de oder www.kulturkirche-heiligkreuz.de .

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