Unglück

Ballon hängt in Hochspannungsleitung an A42 in Bottrop

Ein vermutlich mit sechs Personen besetzter Heißluftballon hat sich am Sonntagabend an der A 42 in Bottrop in einer Stromleitung verfangen.

Ein vermutlich mit sechs Personen besetzter Heißluftballon hat sich am Sonntagabend an der A 42 in Bottrop in einer Stromleitung verfangen.

Foto: Gerd Niewerth

Bottrop.   Ein Heißluftballon hat sich an der A42 bei Bottrop in einer Hochspannungsleitung verfangen. Alle Insassen sind inzwischen gerettet.

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Der Heißluftballon hatte sich am Sonntag kurz vor 18 Uhr an der Autobahn 42 in Bottrop nahe der Stadtgrenze zu Essen in einer Oberleitung verfangen. In der Gondel des Ballons befanden sich sechs Personen, sie sollen zwischen zehn und 60 Jahren alt sein. Zwei von ihnen stammen aus Bottrop. Alle sechs Insassen sind inzwischen gerettet. Der Einsatz dauerte allerdings Stunden. Die Details der Rettung lesen Sie hier: Dramatische Rettung: Heißluftballon fliegt in Strommasten.

Strommast ist 80 Meter hoch – keine Verletzten

Alle Personen wurden nicht verletzt, als sich der Ballon in der Hochspannungsleitung verfing, bestätigte am Abend Michael Duckheim, Sprecher der Feuerwehr Bottrop. Zunächst musste der Netzbetreiber die Oberleitung stromlos schalten. 15 Höhenretter aus Essen und Oberhausen starteten dann ihren Rettungseinsatz, der sich über Stunden zog. Zunächst versorgten die Einsatzkräfte die Passagiere mit Schokoriegeln und Getränken. Rettungswagen standen bereit, auch Kräfte des DRK und des THW waren vor Ort. Auch ein Hubschrauber kreiste über der Unglücksstelle.

Der Strommast, den der Energieversorger Amprion betreibt, ist 80 Meter hoch. Im Inneren des Mastes befindet sich ein Seil, an dem die Insassen des Heißluftballons dann jeweils einzeln heruntergelassen wurden. Gegen 21:30 Uhr brachten die Höhenretter dann die erste Person sicher auf den Boden. Um kurz vor 23:30 Uhr vermeldete die Feuerwehr Bottrop, dass auch die sechste Person wohlbehalten wieder auf der Erde angekommen sei.

Wie es zu dem Unglück kam, ist derzeit noch unklar. Nach Angaben der Leitstelle der Polizei hatte es die Besatzung nicht aus eigener Kraft geschafft, von dem Strommast wieder wegzukommen. Allerdings schaffte sie es mit der Ausrüstung an Bord, den Ballon zu sichern.

Heißluftballon erst vor wenigen Wochen mitten im Wohngebiet gelandet?

Am Unglücksort kamen Spekulationen auf, der Heißluftballon sei erst vor wenigen Wochen in Bochum inmitten eines Wohngebietes gelandet. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Die Details der Rettung lesen Sie hier: Dramatische Rettung: Heißluftballon fliegt in Strommasten.

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