Jubilarin

101-jährige Bottroperin bleibt immer in Bewegung

Gratulation: Anna Maria Griebsch wird am 5. Dezember 101 Jahre alt. Im Hintergrund ist ein Kinderbild ihrer Tochter zu sehen.

Foto: Heinrich Jung

Gratulation: Anna Maria Griebsch wird am 5. Dezember 101 Jahre alt. Im Hintergrund ist ein Kinderbild ihrer Tochter zu sehen. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Anna Maria Griebsch feiert am 5. Dezember ihren 101. Geburtstag. Meistens wird sie jünger geschätzt - „darüber freue ich mich!“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Immer in Bewegung bleiben – wenn Anna Maria Griebsch einen Tipp für ein langes, aktives Leben hat, dann ist es dieser. Bei ihr hat’s gewirkt: Die Bottroperin feiert am 5. Dezember ihren 101. Geburtstag.

Wer ihr Alter schätzt, liegt meist daneben, so rüstig wirkt die Jubilarin. „Wenn mich jemand für jünger hält, freue ich mich“, sagt sie mit einem Lächeln. Sie lebt seit rund 30 Jahren in derselben Wohnung auf dem Eigen, wird inzwischen beim Einkaufen und anderen Dingen unterstützt von Tochter Anna Maria Stadler (77).

Geboren und aufgewachsen in Gladbeck

Geboren und aufgewachsen ist das Geburtstagskind in Gladbeck, später lebte sie mit ihrem Ehemann lange in Marl. „Er war bei den Chemischen Werken Hüls beschäftigt“, erzählt Anna Maria Griebsch. Kennengelernt hatten die beiden sich 1939. „Wir kannten uns nur vier Monate, dann haben wir geheiratet.“ Es war Krieg, und ihr Mann war eingezogen worden. Es war ihnen wichtig, vorher noch den Bund fürs Leben zu schließen. 66 Jahren waren die beiden verheiratet, als er mit 91 Jahren starb. Mit Freude denkt Anna Maria Griebsch an ihre Ehe zurück. „Mein Mann hat mir jeden Wunsch erfüllt.“ Sie verreisten auch gern, etwa in den Schwarzwald, nach Italien, Spanien.

100. Geburtstag in der Reha gefeiert

Mit der Familie gefeiert wird am Sonntag groß. „Der 100. Geburtstag musste ja ausfallen“, sagt die Tochter. Den nämlich verbrachte die Jubilarin nach einem kleinen Schlaganfall in der Reha. „Ich war dort die Älteste – und die, die am besten turnen konnte“, berichtet Anna Maria Griebsch. Sportlich sei sie immer gewesen, war früher Mitglied im Turnverein. Und auch heute bleibt sie in Bewegung: „Ich stehe um halb fünf auf.“ Zum Morgenprogramm gehöre das Turnen dazu. Spazieren geht sie regelmäßig, einmal um die Siedlung, zur Sicherheit mit Stock. „Man merkt die 100“, bemerkt die Jubilarin, „der Weg wird immer kürzer“. Und fürs Handarbeiten seien die Augen zu schlecht geworden.

Einen Wunsch zum 101. habe sie nicht – „ich habe ja schon so viele Geburtstagswünsche gehabt.“ Mit ihrer Tochter gratulieren zwei Enkeln und drei Urenkel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik