Kunst

Zwei Bochumer Galerien laden zu neuen Ausstellungen ein

Christine Moldrickx vor ihren Aquarellen in der Galerie Januar.

Christine Moldrickx vor ihren Aquarellen in der Galerie Januar.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der Kunstverein Bochumer Kulturrat und die Galerie Januar zeigen in neuen Ausstellungen Beispiele junger Kunst. Donald Duck wirkt auch mit.

Zwei Ausstellungen mit zeitgenössischer junger Kunst werden am Wochenende eröffnet. Der Kunstverein Bochumer Kulturrat und die Galerie Januar in Langendreer laden ein.

Im Kunstverein Kulturrat, Lothringer Straße 36c, hält Galerist Carsten Roth die bereits fünfte Ausstellung des Jahres 2019 bereit. Unter dem Titel „Vestiges“ zeigt Heiko Räpple Skulpturen, Wandobjekte und Reliefs. Der Bildhauer Räpple (*1981) lebt und arbeitet in Düsseldorf, zu seinen Arbeitsmaterialien zählen Beton, Gips, Glasfaser, Holz, Porzellan und Stahl.

Als Kolorit bevorzugt er überwiegend eine nichtfarbige Skala von Weiß über zahlreiche „Shades of Grey“ bis hin zu Schwarz; gelegentlich bezieht er auch die hellen, Brauntöne naturbelassenen Holzes ein. Neben frei im Raum platzierten Skulpturen sind Reliefs Räpples Spezialität, die durch ihren halbplastischen Charakter zwischen Bildhauerei und Malerei stehen. Seine Arbeiten sind gegenstandslos und fordern den Betrachter zu eigenen Assoziationen auf.

Termine und Öffnungszeiten

Vernissage Samstag, 14. September, um 19 Uhr. Der Künstler ist anwesend. Die Ausstellung ist bis zum 24. Oktober zu sehen, Öffnungszeiten: Di. 15-18 Uhr, Do. 18-20 Uhr.

Nicht auf einem Nenner

In der Galerie Januar für Junge Kunst, Eislebener Straße 9, wird am Freitag, 13. Januar, die Exposition „Fata Morgana“ mit neuesten, 2019 entstandenen Arbeiten von Christine Moldrickx eröffnet (20 Uhr, Eintritt frei). Wie meist in ihrem Werk, das sich der unterschiedlichsten Materialien und Medien bedient, sind auch die beiden im Erd- und Obergeschoss der Galerie gezeigten Serie nicht auf einen Nenner zu bringen.

Thermografische Bilder

Man sieht durchaus Unterschiedliches - einerseits eine Serie thermografischer Bilder (Infrarotaufnahmen), die die 1984 geborene Künstlerin mithilfe eines Zusatzgerätes mit dem Smartphone fotografiert und anschließend auf Analog-Diafilm belichtet. Andererseits wird eine Folge von handgemalten, individuellen Aquarellen präsentiert - künstlerische Metamorphosen der Cartoon-Figur „Donald Duck“, wie sie Moldrickx auf dem Cover eines Malbuchs für Kinder entdeckt hat.

Sie zeigt „Onkel Donald“, wie er mit dem Pinsel in der Hand dabei ist, sich selbst zu malen: den Selbstbezug des „Selbstbildnisses der Ente als Künstler“ nimmt die Künstlerin zum Anlass für eigene malerische Varianten des Motivs (bis 17. Oktober, Öffnungszeiten: Do. 17-19 Uhr).

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