Landgericht

Zwangsprostitution und Betrug: Bochumer (49) angeklagt

Vor dem Landgericht muss sich ein Bochumer verantworten. Er soll Frauen über Ebay-Kleinanzeigen kontaktiert und für sexuelle Dienste angeworben haben. Das versprochene Geld sollen die Frauen aber nie bekommen haben.

Vor dem Landgericht muss sich ein Bochumer verantworten. Er soll Frauen über Ebay-Kleinanzeigen kontaktiert und für sexuelle Dienste angeworben haben. Das versprochene Geld sollen die Frauen aber nie bekommen haben.

Foto: Ingo Otto

Bochum/Herne.   Über Ebay-Kleinanzeigen soll ein Mann Frauen kontaktiert und für sexuelle Dienste angeworben haben. Geld sollen diese aber nicht bekommen haben.

Ein 49-jähriger Bochumer muss sich seit Donnerstag (12.7.) wegen des Vorwurfs der Zwangsprostitution und des Betrugs vor dem Landgericht verantworten.

Zwischen Dezember 2016 und Januar 2018 soll er mehrere junge Frauen, die über Ebay-Kleinanzeigen eine Arbeit suchten, kontaktiert und für sexuelle Dienste angeworben haben. Wenn sie mit ihm schliefen, würden sie bis zu 6000 Euro erhalten.

Frauen erhielten vereinbartes Geld nicht

Die Frauen, meist zwischen 18 bis 20 Jahre alt, ließen sich laut Anklage darauf ein, erhielten aber das vereinbarte Geld nicht – wie von Anfang an vom Angeklagten beabsichtigt. Die insgesamt fünf Taten sollen in Bochum, Haan, Herne und Düsseldorf stattgefunden haben.

Nachher soll der Angeklagte, der im dunklen Anzug mit weißen Hemd vor Gericht erschien, den Frauen gedroht haben, angebliche Videos und andere intime Informationen zu veröffentlichen, darunter ein Verhältnis zu deren Arbeitgeber. Damit habe er sie dazu gebracht, weiter mit ihm zu schlafen.

Der Angeklagte, seit Januar in U-Haft, will sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern.

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