Straßenreinigung

Zugeparkte Straße in Bochum-Laer verhindert Straßenreinigung

Horst Wagner steht zwischen parkenden Autos an der Rittershausstraße in Laer. Ein Dauerzustand, der seiner Meinung nach die Straßenreinigung beeinträchtigt.

Horst Wagner steht zwischen parkenden Autos an der Rittershausstraße in Laer. Ein Dauerzustand, der seiner Meinung nach die Straßenreinigung beeinträchtigt.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Laer.  Anwohner in Laer ärgern sich: Weil ihre Straße zugeparkt wird, kann nicht gekehrt werden. Ein Lösungsvorschlag wird von der Stadt abgelehnt.

Eigentlich wohnt Horst Wagner ganz gerne an der Rittershausstraße in Laer. In letzter Zeit allerdings ärgert er sich immer öfter. Denn weil die Straßenseite zu seinem Haus hin nach seinen Angaben ständig zugeparkt wird, kann die Kehrmaschine vom Umwelt-Service Bochum (USB) nicht reinigen.

„Seit zwei Monaten wurde nicht gekehrt“

„Seit zwei Monaten schon wurde die Seite nicht mehr gekehrt“, will Horst Wagner beobachtet haben. Seine Nachbarin Doris Szkirde pflichtet ihm bei: „Die können ja auch gar nicht.“ Ein Zustand, der Wagner zufolge nicht nur „seine“ Straße betrifft: „Auch drumherum an der Claus-Groth-Straße, der Gorch-Fock-Straße und am Kreuzacker gibt es das Problem.“ Auch auf den Gehwegen sehe es wild aus. „Der gleicht fast schon einer Wiese.“

Gebühren werden trotzdem erhoben

Nun gut, so weit ist es beim genaueren Hinschauen noch lange nicht. Aber Horst Wagner ärgert trotzdem, dass er die Straßenreinigungsgebühren für nichts und wieder nichts bezahlt. „Und die sind ja gerade erst angehoben worden.“

Wechselseitiges Parken wird abgelehnt

Einen Lösungsvorschlag will Wagner der Stadtverwaltung schon unterbreitet haben: wechselseitiges Parken. Dafür plädiert auch eine Nachbarin, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Das klappt in anderen Städten ja auch.“

Mit der Stadt Bochum ist das in diesem Fall allerdings nicht zu machen. „Das ginge nur aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses. In Wohnstraßen wie dieser sei dies in der Regel nicht erforderlich“, teilt Sprecher Peter van Dyk nach Rücksprache mit dem Fachamt mit – verbunden mit dem Hinweis, dass im Rathaus allerdings kein Antrag für ein wechselseitiges Parken vorliege.

Der USB sei jedoch ermächtigt, zeitlich befristete Halteverbote einzurichten, wenn man dies für nötig hielte, heißt es aus der Stadtverwaltung weiter. Dies sei im Moment noch nicht der Fall, erklärt USB-Sprecher Jörn Dehnhardt auf WAZ-Anfrage. „So etwas ist grundsätzlich zwei Mal im Jahr möglich. Es ergibt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn. Erst nach der Laubzeit, wenn eine Grundreinigung nötig sein sollte.“

USB bestätigt Parkproblem

Auch dem USB liegen laut Dehnhardt keinerlei Beschwerden aus diesem Bereich in Laer vor. Das Problem mit dem zugeparkten Straßenrand könne man jedoch bestätigen. „Von daher ist die Reinigung oft nur einseitig möglich.“ Sie finde aber jeden Montagmorgen wie vorgesehen statt. Nur einmal sei sie ausgefallen.

Kolonne reinigt die Gehwege

Getrennt von der Straßenreinigung gehe am selben Tag stets auch eine Kolonne die Gehwege ab, um manuell zu reinigen. Hier könne es laut Dehnhardt aktuell zu Verzögerungen kommen, weil die Mitarbeiter wegen des ganzen Laubs langsamer vorankommen. „Aber auch auch die waren bisher jede Woche in besagtem Gebiet im Einsatz.“

Verkehrssicherungspflicht steht im Fokus

Generell räumt man beim USB ein, dass es unterschiedliche, subjektive Ansichten von Sauberkeit kann. „Wir haben vor allem die Verkehrssicherungspflicht und reinigen natürlich auch, gehen dabei aber sicher nicht bis in die letzte Ritze“, teilt Jörn Dehnhardt mit.

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