Yoga

Neues Yoga-Studio in Bochum eröffnet – mit besonderem Stil

Lisa Sahm und Kristina Kowalski bei der Arbeit: Seit knapp vier Wochen ist ihr Yoga-Studio „Pushpak Yoga“ an der Rottstraße in Bochum geöffnet.

Lisa Sahm und Kristina Kowalski bei der Arbeit: Seit knapp vier Wochen ist ihr Yoga-Studio „Pushpak Yoga“ an der Rottstraße in Bochum geöffnet.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Mitte.  Mitten in der Corona-Pandemie eröffnet an der Rottstraße ein neues Yoga-Studio – das ist mutig. Hier erzählen die Yogalehrer, was sie antreibt.

Mitten in der Coronakrise ein Yoga-Studio zu eröffnen: Diese Entscheidung würde sich gewiss nicht jeder trauen. Kristina Kowalski und ihr Team von „Pushpak Yoga“ haben den Schritt jetzt trotzdem gewagt. Seit knapp vier Wochen ist ihr erstes eigenes Studio auf einem Hinterhof an der Rottstraße 31 geöffnet. „Der Verstand sagt natürlich: Eine Neueröffnung zu dieser Zeit macht keinen Sinn“, sagt Kristina Kowalski. „Aber es gab einfach keine Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Dieses Studio wollte eröffnet werden.“

Kristina Kowalski (35) und ihr Mitstreiter Martin Ellerbrock (42) lehren das sogenannte „Hatha Vinyasa Parampara“ – ein Yoga-Stil, der eher selten praktiziert werde. „In Bochum und wohl auch in ganz NRW sind wir damit die einzigen“, sagt Kowalski, die sich seit vielen Jahren der hohen Kunst der fließenden Bewegungen und anmutigen (aber anstrengenden) Körperdehnungen verschrieben hat.

Nach einer längeren Phase in anderen Studios wollten sie mit diesem Stil gern ihr eigenes Zentrum gründen. Ihr erster Weg führte sie in einen leerstehenden Trakt im alten Nordbahnhof. Jetzt haben sie die Räume an der Rottstraße für sich entdeckt, in denen früher eine Werbeagentur beheimatet war. „Das ist hier ideal für uns“, sagt die Yogalehrerin und strahlt. Unten im Eingangsbereich sorgen riesige Sofas für Entspannung, darüber im ersten Stock geht es im großen Übungsraum direkt auf die Matten.

Corona-Lockdown brachte Pläne ins Wanken

Doch mit Beginn des Corona-Lockdowns Mitte März drohten die schönen Studio-Pläne erheblich ins Wanken zu geraten. Sämtliche Yoga-Zentren in Bochum mussten schließen – mit der Folge: Viele Menschen praktizierten ihre Übungen fortan daheim online. „Es gab ja sonst keine anderen Möglichkeiten mehr“, erzählt Yogalehrerin Lisa Sahm, die ebenfalls zum Team gehört. „Auch wir haben dann angefangen, Online-Videos zu produzieren und mussten uns da erstmal richtig reinfuchsen.“

Als „sinnvolle Ergänzung“ zu den normalen Yoga-Stunden wollen sie das Online-Angebot künftig weiter ausbauen und demnächst sogar eine kleine Videothek im Internet anbieten. Yoga als großes Gemeinschaftserlebnis könne dies aber niemals ersetzen: „Yoga steht auch für eine Verbindung der Menschen untereinander“, sagt Kowalski.

Yoga-Übungen sollte man gemeinsam praktizieren

„Die gemeinsam praktizierten Übungen wirken wie ein großes Ganzes, wie ein Organismus. Man treibt sich auch gegenseitig an. Das schafft man allein natürlich nicht.“ Außerdem: Gerade ihr spezieller Yoga-Stil habe mehr mit Zuhören als mit Zuschauen zu tun. „Wenn man die ganze Zeit auf den Bildschirm schauen muss, dann stört das mehr als dass es einen weiterbringt.“

Und so versucht „Pushpak Yoga“, mit viel Elan und schönen Ideen halbwegs unbeschadet durch die Corona-Zeit zu kommen. Die Abstände bei den Übungsstunden werden eingehalten, die Fenster sind weit geöffnet. Riesig Spaß machte ihnen das Open-Air-Training im Westpark, das sie bei gutem Wetter unbedingt fortführen wollen. „Yoga vor der Industriekulisse an der Jahrhunderthalle: Das ist absolut super!“

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