Zum Tod von Wolfgang Clement

Wolfgang Clement blieb seiner Heimatstadt Bochum verbunden

Unsere Aufnahme zeigt den am Sonntag im Alter von 80 Jahren verstorbenen Wolfgang Clement bei einer Veranstaltung der Kreishandwerkerschaft in Bochum im Jahr 2015. Er trat immer wieder öffentlich auch in seiner Heimatstadt auf.

Unsere Aufnahme zeigt den am Sonntag im Alter von 80 Jahren verstorbenen Wolfgang Clement bei einer Veranstaltung der Kreishandwerkerschaft in Bochum im Jahr 2015. Er trat immer wieder öffentlich auch in seiner Heimatstadt auf.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bochum.  Wolfgang Clement blieb bis zuletzt seiner Heimatstadt Bochum sehr verbunden. Immer wieder nahm er hier an öffentlichen Veranstaltungen teil.

Einen der letzten größeren öffentlichen Auftritte in seiner Heimatstadt hatte der am Sonntag (27.) verstorbene Wolfgang Clement anlässlich des 50. Bestehens der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität im Oktober letzten Jahres. Er war bis zuletzt ein beliebter Redner für ganz unterschiedliche Anlässe und blieb Bochum sehr verbunden.

Auch die SPD Bochum trauert um den ehemaligen Ministerpräsidenten und langjährigen Landtagsabgeordneten – und dies bei allen Differenzen. Karsten Rudolph, Vorsitzender der SPD, erklärt: „Wolfgang Clement war ein zupackender, energischer und unermüdlicher Politiker. Von 1993 bis 2002 vertrat er seinen Bochumer Wahlkreis im nordrhein-westfälischen Landtag. Auch wenn es um die vermeintlich kleinen Dinge ging, war auf ihn Verlass. Die Anliegen seiner Heimatstadt bewegten ihn. Und er selbst bewegte viel. Bochum hat ihm so manches zu verdanken.“

„Er hat nie eine Rolle gespielt“

Aus einer ganz anderen Perspektive hat Manfred Wittmann, früherer SPD-Bezirksvorsteher im Bochumer Südwesten, Wolfgang Clement kennengelernt. Gemeinsam waren sie bei den Jusos aktiv, lernten sich kennen und schätzen. „Was ich an ihm mochte, war, dass er nie eine Rolle gespielt hat. Er war immer geradeheraus“, erinnert sich Wittmann. Das habe naturgemäß nicht jedem gefallen.

Dabei sei Wolfgang Clement ein Mann gewesen, auf den man sich immer hundertprozentig verlassen konnte. Wittmann lernte ihn zudem als Familienmenschen kennen, der sich im Kreise seiner fünf Töchter und 13 Enkel stets sehr wohl gefühlt habe. „Auch als er später in Düsseldorf oder Berlin tätig war, seiner Heimatstadt Bochum hat er sich immer sehr verbunden gefühlt“, weiß sein früherer politischer Weggefährte.

Trauerbeflaggung angeordnet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat für Dienstag, 29. September, zu Ehren von Wolfgang Clement Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden des Landes angeordnet. Die Anordnung von Innenminister Herbert Reul gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen.

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