Senioren

Wohnungsneubau ersetzt Abrissgebäude in Bochum-Grumme

Der Gemeinnützige Wohnungsverein Bochum eG baut weitere Seniorenwohnungen an der Vierhausstraße. Derzeit wird dort das Altgebäude abgerissen.

Der Gemeinnützige Wohnungsverein Bochum eG baut weitere Seniorenwohnungen an der Vierhausstraße. Derzeit wird dort das Altgebäude abgerissen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Grumme.  Der gemeinnützige Wohnungsverein Bochum investiert an der Vierhausstraße. Die Bauvoranfrage für die 2017 gerodete Fläche besteht weiter.

An der Vierhausstraße ist der gemeinnützige Wohnungsverein Bochum mit großem Bestand vertreten. Jetzt werden dort weitere Wohnungen gebaut, geeignet auch für Senioren. Alle Wohnungen werden barrierearm geplant.

Derzeit wird dort ein Altgebäude aus dem Jahr 1911 abgerissen. „Das Gebäude steht seit langem leer. Es ist nicht mehr sanierungsfähig“, erklärt Micha Heimbucher vom technischen Vorstand der Genossenschaft auf Anfrage. Hier sollen acht neue, frei finanzierte Wohnungen entstehen. Diese werden Größen zwischen 49 und 72 Quadratmetern mit zwei bis drei Zimmern haben. Insgesamt ergibt sich nach Fertigstellung Wohnraum von knapp 500 Quadratmetern.

Mieter können Gemeinschaftsraum mitnutzen

Mit dem Neubau wird ein Weg zur Seniorenwohnanlage des Wohnungsvereins geschaffen, die ganz in der Nähe auf der Rückseite liegt. Die Mieter des Neubaus können somit den Gemeinschaftsraum mitnutzen und an nachbarschaftlichen Aktivitäten teilhaben.

Die Genossenschaft investiert 1,4 Millionen Euro. Bevor der Abriss begann, wurde eine breite Baustraße an der Rückseite des Bestandsgebäudes angelegt. Denn da die Vierhausstraße derzeit durch die Stadt als Umleitungsstrecke ausgewiesen ist, könne die Arbeiten zurzeit nicht von der Straßenseite erfolgen.

500 Bäume wurden abgeholzt

Vor zwei Jahren geriet der Gemeinnützige Wohnungsverein in die Kritik, weil er an der Vierhausstraße rund 500 Bäume fällte, die den Lärmschutzwall an der Seniorenwohnanlage bewuchsen. Damals hatte die Genossenschaft erklärt, die Bäume seien abgeholzt worden, weil ihnen die Standfestigkeit fehlte. Dann aber wurde angekündigt, dass drei Wohngebäude mit vier bis fünf Geschossen gebaut werden sollten. Die Politik wunderte sich dann über den positiven Baubescheid. So wurde dem Unternehmen zur Auflage gemacht, dass Neuanpflanzungen erfolgen müssten. Denn der Kahlschlag war zunächst einmütig in der Bezirksvertretung Mitte abgelehnt worden.

Bauvoranfrage besteht weiter

Es gibt eine Bauvoranfrage für den Standort Vierhausstraße 19-25, erklärt Micha Heimbucher, „und die besteht weiterhin“. Laut Planungsamt wurde am 13. April 2016 ein positiver Vorbescheid erteilt.

Doch dringlicher sei derzeit der Neubau nebenan. „Wir sind noch nicht in die Werbung gegangen, doch es gibt schon Interessenten.“ Zum einen, weil neuer Wohnraum in Bochum dringend benötigt werde, zum anderen aber auch, weil Genossenschaftswohnungen preislich unter dem Mietspiegel lägen, so Heimbucher. Die Neubauwohnungen sollen im dritten Quartal 2020 bezugsfertig sein.

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