Bebauung

Wohnsiedlung im Bockholt kann kommen

Ins Hinterland der Siedlung am Bockholt rückt mit dem Projekt die Bebauung vor. Foto:Bastian Haumann

Ins Hinterland der Siedlung am Bockholt rückt mit dem Projekt die Bebauung vor. Foto:Bastian Haumann

Kirchharpen.   Tiefbauamt nimmt neuen Investor für die Beseitigung von Schadstoffen in die Pflicht. Statt vier Doppelhäusern sollen elf Einzelbauten entstehen.

Schon seit gut sieben Jahren ist der Bebauungsplan 897 rechtskräftig, getan hat sich auf dem ehemaligen Schulgrundstück an der Bockholtstraße seitdem kaum etwas. Auch die Beseitigung des wild wuchernden Gestrüpps vor auch schon drei Jahren bedeutete keinen echten Startschuss.

Denn der Investor, der hier acht Doppelhaus-Hälften errichten wollte, sprang inzwischen ab, erläuterte Christoph Matten, Abteilungsleiter im Tiefbauamt, vor der Bezirksvertretung Nord. Ein weiterer interessierter Bauherr konnte gefunden werden, und es regte sich Widerstand in der Nachbarschaft des Traditionswäldchens, so begann die Diskussion im Amtshaus.

Neuer Vertrag mit dem Investor

In dieser Situation musste auch ein neuer Vertrag mit dem Investor über die Erschließung politisch entscheiden und abgeschlossen werden. Der Bau von Erschließungen durch private Bauherren sei längst üblich, schilderte Matten.

Sie müssten dennoch den auch für die Stadt geltenden Vorschriften entsprechen und gingen anschließend in die öffentliche Aufsicht durch die Widmung über.

Elf Einfamilienhäuser sind hier nun vorgesehen, der Rahmen der Bebauungsplanung gestatte diese Änderung. Auf Anregung der Nachbarn wurde das Gelände auf Schadstoffe untersucht. Tatsächlich habe man bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern Belastungen mit polyaromatischen Kohlenwasserstoffen PAK gefunden.

Neue Straße zur Erschließung

„Eine Konzentration bis 650 Milligramm, eng wird es ab etwa 1 000“, erfuhren die Fraktionen. Diese Schicht solle vollständig abgetragen und ordnungsgemäß und nachweislich entsorgt werden. „Das werden wir höchst aufmerksam prüfen, denn es wird ja anschließend zum Teil auch öffentliche Verkehrsfläche.“

Die neue Straße erschließe dann nur die Wohnbebauung und werde als Mischfläche gestaltet. Sie soll sechs Meter breit gepflastert werden, die Stellplätze in einer anderen Farbe. An die Straße soll sich ein Fußweg anschließen, der über eine Brücke über den Kirchharpener Bach an bestehende Wege anknüpft. Sechs öffentliche Stellplätze sieht die Ausbauplanung noch entlang der Grünfläche im Erschließungsring vor.

Das Regenwasser des neuen Siedlungsgebietes soll über einen neuen Kanal Richtung Norden in ein ebenfalls neues Rückhaltebecken geleitet werden, von da aus dann in den Kirchharpener Bach.

Alle mit der Erschließung entstehenden Kosten von geschätzt etwas über 500 000 Euro sollen vom Investor getragen werden. Die Bezirksvertretung begrüßte, dass das Brachgelände nun eine neue Nutzung erfahre.

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