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Wittener Unternehmer soll neuer IHK-Präsident werden

Wilfried Neuhaus-Galladé soll neuer Vorsitzender IHK Mittleres Ruhrgebiet werden. Am Donnerstag kommt die 70-köpfige Vollversammlung zusammen, um Präsidium und Präsident zu wählen.

Foto: Thomas Gödde

Wilfried Neuhaus-Galladé soll neuer Vorsitzender IHK Mittleres Ruhrgebiet werden. Am Donnerstag kommt die 70-köpfige Vollversammlung zusammen, um Präsidium und Präsident zu wählen. Foto: Thomas Gödde

Bochum.  Die IHK Mittleres Ruhrgebiet wählt einen neuen Präsidenten. Nachfolger von Jürgen Fiege, der nicht mehr antritt, soll ein Wittener werden.

Der nächste Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet kommt voraussichtlich aus Witten. Wilfried Neuhaus-Galladé wird nach Informationen der WAZ als Nachfolger des scheidenden Präsidenten Jürgen Fiege vorgeschlagen. Der 60-jährige Unternehmer, geschäftsführender Gesellschafter eines 270 Jahre alten Unternehmens, das unter anderem Krananlagen herstellt, ist bislang bereits Mitglied des siebenköpfigen IHK-Präsidiums und damit einer der Vizepräsidenten.

Die Wahl des neuen Präsidenten steht Donnerstagnachmittag an. Dann kommen die Ende des vergangenen Jahres gewählten 70 Mitglieder der neuen Vollversammlung, 15 Frauen und 55 Männer, zusammen und wählen das neue Präsidium sowie den neuen Präsidenten.

Vollversammlung tagt am Donnerstag

Ein fähiger Unternehmer und die ideale Besetzung für das Amt des Präsidenten“, kommentiert ein Mitglied der neuen IHK-Vollversammlung den Vorschlag des Präsidiums, den Wittener Wilfried Neuhaus-Galladé zum Präsidenten zu wählen. Morgen Nachmittag um 15 Uhr treten die 70 Mitglieder des höchsten IHK-Organs zusammen, um den Nachfolger des scheidenden Amtsinhabers Jürgen Fiege zu wählen.

Dieser hatte Ende 2010 die Nachfolge des langjährigen Präsidenten und jetzigen Ehrenpräsidenten Gerd Pieper angetreten und im Vorfeld angekündigt, nicht erneut für die Vollversammlung, der er seit 1988 angehörte, und damit auch nicht mehr für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stehen.

Echte Persönlichkeit

„Es muss eine echte Persönlichkeit sein“, hatten mehrere Mitglieder der Vollversammlung auf die Frage geantwortet, wer für das Präsidentenamt in Frage kommt. Das nicht die größte Stadt im Kammerbezirk den künftigen Präsidenten und damit das Aushängeschild der Kammer stellt, sei dagegen kein Problem. Es komme auf die Person und nicht auf ihren Wohnort an.

Die Vollversammlung, die laut Satzung die Richtlinien der IHK-Arbeit bestimmt und als Parlament der Wirtschaft gilt, besteht aus 70 Mitgliedern, 38 aus Bochum und 32 aus den anderen Städten des IHK-Bezirks, Herne, Hattingen und Witten. Sie repräsentieren mehr als 27 000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel, Mobilität und Logistik, Finanz- und Immobilienwirtschaft, Gesundheits- und Freizeitwirtschaft, unternehmensbezogene Dienstleistungen - Informations- und Kommunikationstechnik - Kreativwirtschaft sowie sonstige Dienstleistungen.

Die für vier Jahre gewählten Mitglieder, aus deren Kreis auch das siebenköpfige Präsidium gewählt wird, müssen sich weiterhin mit der finanziellen Konsolidierung der Kammer beschäftigten. Diese hat mittlerweile finanzielle und personelle Einschnitte vorgenommen, weist aber auch Wirtschaftsplan 2017 ein Defizit von 900 000 Euro auf, das aus den Rücklagen ausgeglichen wird. 2016 hatte das Defizit knapp 1,5 Millionen Euro betragen. 2015 mussten knapp 1,3 Millionen Euro aus der Rücklage entnommen werden.


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