Corona-Hilfen

Wie Bochum dem Tierpark und Ruhrcongress jetzt hilft

Wochenlang blieb der Tierpark zu Jahresbeginn geschlossen. Auch nach der Wiederöffnung im Mai blieben die Zahlen mau. Rund ein Viertel weniger Besucher wurden bis August gezählt.

Wochenlang blieb der Tierpark zu Jahresbeginn geschlossen. Auch nach der Wiederöffnung im Mai blieben die Zahlen mau. Rund ein Viertel weniger Besucher wurden bis August gezählt.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Mit einer hohen Summe springt die Stadt dem Tierpark und Ruhrcongress und Jahrhunderthalle zur Seite. Es drohen durch Corona herbe Verluste.

Umfangreiche Corona-Hilfen in Höhe von insgesamt mehr als 3,7 Millionen Euro für die Bochumer Veranstaltungs-GmbH, den Tierpark und die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr beschloss der Rat auf seiner letzten Sitzung am Donnerstag, 29. Oktober.

Dabei geht der Großteil der Summe mit 3,4 Millionen Euro auf das Konto der Bochumer Veranstaltungs-GmbH, an der die Stadt über die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft zu 100 Prozent beteiligt ist. Zu Begründung für diese hohe Hilfe verweist die Stadtverwaltung auf die aufgrund der Corona-Pandemie auflaufenden Umsatzeinbußen in Höhe von fast fünf Millionen Euro.

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In den vergangenen Monaten waren fast alle Messen, Konzerte und sonstigen Groß-Events im Ruhrcongress oder der Jahrhunderthalle abgesagt worden. Die Gesellschaft konnte einige Kosten beim Personal (Kurzarbeit), beim Material oder der Gastronomie senken. Da aber gleichzeitig notwendige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten gelaufen sind, blieb unter dem Strich der Verlust von 3,4 Millionen Euro übrig.

Tierpark musste wochenlang schließen

Der Tierpark, der aufgrund der Corona-Lage vom 15. März bis zum 5. Mai schließen musste, verzeichnete einen Besucherrückgang bis zum August um etwa ein Viertel. Er erhält 250.000 Euro zum Ausgleich für das verschlechterte Jahresergebnis. Schließlich bekommt die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr mit dem Hauptgesellschafter Regionalverband Ruhr (RVR) rund 83.000 Euro als Sonderzuschuss. Zu der Gesellschaft gehört in Bochum das Freizeitzentrum Kemnade.

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Durch das so genannte „Corona-Isolierungsgesetz“ des Landes (NKF-CIG) kann die Stadt diese Sonderzuschüsse extra als außerordentlichen Betrag geltend machen. Eine auf 50 Jahre angelegte Abschreibung ab 2025 soll es der Stadt leichter machen, dies „abzustottern“. Darüber hinaus hofft Kämmerin Eva Hubbert, dass es hier noch Nachbesserungen geben könnte.

Weitere Beteiligungsunternehmen haben Probleme

Wie bereits berichtet, gibt es durch die Corona-Krise auch bei anderen Unternehmen mit städtischen Beteiligungen zum Teil erhebliche Verluste. Dazu zählt die Stadt etwa die Bogestra, bei der bis zum Jahresende ein Umsatzrückgang um bis zu 40 Millionen Euro prognostiziert ist, und die Wasserwelten, deren Bäder über Monate schließen mussten und im November wieder müssen. Diese Ertragsausfälle seien allerdings noch nicht konkret zu beziffern.

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