Stadtumbau

Westendfest als ein Zeichen für aufblühende Quartiere

Kinder der Arnoldschule zeigen beim Westendfest eine Inszenierung mit Weltkugel.

Kinder der Arnoldschule zeigen beim Westendfest eine Inszenierung mit Weltkugel.

Foto: Ingo Otto

Griesenbruch.  Hunderte Besucher kommen auf den Springerplatz. Initiativen stellen ein buntes Programm zusammen. Künftig anderes Format und neue Finanzierung.

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Zum elften und vorletzten Westendfest kamen am Samstag hunderte Besucher auf den Springerplatz. Hier präsentierte sich das seit 2007 so genannte Westend mit seinen Stadtquartieren Stahlhausen, Griesenbruch und Goldhamme. Eröffnet wurde die bunte Stadtteilparty von Bürgermeisterin Gabriela Schäfer.

Von mangelnder Bürgerbeteiligung nichts zu spüren

In ihrer kurzen Rede erinnerte sie an den alten Springerplatz und meinte, in den letzten Jahren sei viel Positives passiert. Sie lobte die Aktivität und das ausgeprägte Nachbarschaftsgefühl im Westend. Es gebe ganz allgemein viel Gerede über mangelnde Bürgerbeteiligung; hier sei davon nichts zu spüren. Zwar sei es das vorletzte Westendfest in dieser Form, doch den „aufblühenden Quartieren“ versprach Schäfer „eine Verstetigung mit Mitteln aus dem Haushalt“. Der Stadtteil werde sich weiter verändern und entwickeln. Als Gast begrüßte sie Axel Schäfer (SPD- MdB).

Ruhrstadt-Gartenmiliz

Rund 30 Initiativen und Vereine informierten über ihre Aktivitäten. So fragte der erst im Mai eröffnete „Leihladen“ an der Griesenbruchstraße „Kaufst du noch oder leihst du schon?“. Auf großes Interesse stieß auch der Stand der „Ruhrstadt-Gartenmiliz“. Hier wurden u.a. Stockrosen-Samen verteilt – gratis, auf dass es blühe.

Auf der Bühne gab es ein buntes Programm. St. Anna und SBO, der Träger städtischer Seniorenheime, präsentierten „Singen mit Bewegung“, der DJK Hiltrop Bergen demonstrierte „Bodystyling“ und in einem munteren Beitrag forderten Schüler der angrenzenden Arnoldschule „Höchste Zeit für Sauberkeit“. Den Abschluss sollte die Band „World Beat Club“ einläuten, eine Gruppe mit Mitgliedern verschiedener Nationalitäten. Das Bühnenprogramm spiegelte auch die Ergebnisse der Gruppenarbeiten der zurückliegenden zehnten Kulturwochen.

Türkischer Kuchen, deftige Eintöpfe und Grillwürstchen

„Ich wohne ganz in der Nähe und bin bestimmt schon zum fünften Mal hier“, sagte ein Besucher. „Man trifft alte Bekannte und lernt neue Leute kennen. Das gefällt mir.“ Vielen gefallen hat auch das kulinarische Programm. Es reichte von türkischen Kuchen und Süßigkeiten über deftige Eintöpfe bis hin zu Grillwürstchen.

Vorgestellt wurde auch das neue Logo für das Westend. Es war von aktiven Menschen vor Ort zusammen mit dem Stadtumbaubüro und dem Grafiker Uwe Siemens entwickelt worden.

Zwar sprach Gabriela Schäfer vom vorletzten Westendfest. Doch soll es nach 2019 irgendwie weitergehen. „Wir suchen ein anderes Format und eine neue Finanzierung“, sagte Dorte Huneke-Nollmann vom Stadtumbaubüro zur WAZ. Sie klang dabei optimistisch.

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