Varieté

Wenn im Varieté in Bochum die Kassiererin zur Madonna wird

Andreas Ahnfeldt sorgt als Aaron im Varieté et cetera für einen „Blackout

Andreas Ahnfeldt sorgt als Aaron im Varieté et cetera für einen „Blackout

Foto: WAZ Bochum

Bochum.   Herbststaffel im Varieté et cetera in Bochum bietet mit Aaron einen gelungenen Mix aus Hypnose und Artistik. Die Künstlerriege feiert Premiere.

Ausgerechnet als Bauleiter stellt sich der Mittfünfziger vor, der wenig später mit einer Plastikkelle über die Bühne krabbelt. Die Fußstapfen im Beton, die er ebenso wütend wie vergeblich zuspachteln will, gibt’s nur in seiner Fantasie. Andreas Ahnfeldt hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Als Aaron sorgt er im Varieté et cetera für einen „Blackout“.

Nach fünf Jahren steht der Dorstener erstmals wieder nicht nur als Hypnotiseur, sondern auch als Moderator auf der Riemker Bühne. Dabei ist er nicht als Entertainer geboren. Seine Gesangs-, Gitarren-, Rap- und Tanz(!)einlagen zählen zur Kategorie „Er hat sich stets bemüht“.

Hypnose ist stets auf neue lustig

Seine Mentaltricks sind älteren Datums. Als Meister seines Fachs indes überzeugt er bei seinem Markenkern, der Hypnose. Immer wieder verblüffend, wie schnell er die Freiwilligen in den Schlaf versetzt. Mitunter schreiend komisch, wozu er die Probanden bewegt. Die Kassiererin wird zu Madonna, der Bauleiter zum Spachtel-Sisyphos, die komplette Trance-Truppe zu enthemmten DJs. Auch das ist nicht neu, aber stets aufs Neue lustig – ohne die Gäste der Lächerlichkeit preiszugeben.

Et-cetera-Premiere feiert derweil die gesamte Künstlerriege. Solide die hüftenschwingende Uliana mit ihren Hula-Hoop-Reifen und die brasilianische Jonglage-Schönheit Jessica Savalla. Anmutig das Duo Attraction mit seiner Partnerakrobatik. Hochklassig zwei Darbietungen, die man so nur selten sieht. Mona & Laura faszinieren als Doppel am Vertikaltuch. Das Duo Aurum wirbelt in Höchstgeschwindigkeit über das Podest: schwindelerregend.

Fazit: Ein gelungener Mix aus Akrobatik und Hypnose – wobei Aarons Reise ins Unterbewusstsein gerne etwas länger dauern könnte.

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