Jubiläum

Projekt Bochum: Mit der Bochumer WAZ-Familie mitten im Leben

Die WAZ-Familie Kuriewicz (v.l.): Susan, Anthony, Leo, Johannes, Bryan und Oma Dagmar.

Die WAZ-Familie Kuriewicz (v.l.): Susan, Anthony, Leo, Johannes, Bryan und Oma Dagmar.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Vom Großeinkauf bis zum Elternabend: Warum wir die WAZ-Familie Kuriewiczs für das „Projekt Bochum“ zwei Jahre durch den Alltag begleiten.

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Oft ist ein Thema da, bevor es einen Protagonisten gibt: Die Müllgebühren steigen. Der Spielplatz ist ständig verdreckt. Es fällt zu viel Unterricht aus. Natürlich können wir als Redaktion den Sachverhalt schildern, können uns auf die Suche nach Betroffenen machen. Oder aber: Wir suchen uns passende Protagonisten, bevor die Themen auf uns zukommen.

Das ist eine der Ideen hinter der WAZ-Familie, die wir im Sommer 2017 mit einem Aufruf gesucht und ausgewählt haben: Susan und Hannes Kuriewicz, ihr gemeinsamer Sohn Leo (4) und seine großen Brüder Bryan (11) und Anthony (13) – Susans Kinder aus erster Ehe. Mit ihnen nähern wir uns bei ProBO Familienthemen so, wie es uns mit Fremden nicht möglich wäre.

WAZ-Familie will „Erfahrungen einbringen“

Am Anfang stand das Kennenlernen. Uns, die Journalisten, interessierte vor allem: Wer hat welche Hobbys? Wer hat welche Eigenheiten? Wem kommt im Familiengefüge welche Rolle zu? Und schließlich: Welche Anknüpfungspunkte für relevante Familienthemen ergeben sich daraus?

Die Kuriewiczs sehen ihre neue Rolle als „Chance, als Familie unsere Erfahrungen und Meinungen einzubringen“.

Die Kinder meinen: „Es macht Spaß, in die Zeitung zu kommen.“

So war der kleine Leo, ein großer Polizei- und Feuerwehr-Fan, begeistert, als zum Termin mit den Zeitungsleuten, an die er sich mittlerweile gewöhnt hat, die Polizei hinzukam. Thema: Wie kann man sich vor Einbruch schützen? Das interessierte Leo weniger, ihm war nur wichtig, dass der Kripo-Beamte seine Spielzeug-Polizeistation bewunderte.

Großeinkauf und Grippe mit der WAZ-Familie

Weil in einer Familie mit drei Kindern Kita und Schule eine entscheidende Rolle spielen, waren einige Themen von vornherein klar – etwa der teure Großeinkauf zum Schulstart. Wir haben unsere WAZ-Familie begleitet, als sie, wie so viele andere Eltern mit Schulkindern, auf der Suche nach Bleistiften B2 und H1, roten und grünen Schnellheftern und Füllerpatronen durch Schreibwarenläden und Discounter irrte.

Dem Dauer-Aufreger Unterrichtsausfall und der Wahl der weiterführenden Schule widmen wir mehrere Beiträge, einige davon erzählt am Beispiel der WAZ-Familie.

Auch zu aktuellen Entwicklungen oder Geschehnissen binden wir die Kuriewiczs in unsere Berichterstattung ein.

Als die Grippewelle ihren Höhepunkt erreichte und auch Mama Susan, die den gesamten Familienalltag organisiert, krank wurde, schauten wir uns an, wie berufstätige Eltern damit umgehen, wenn einer von ihnen ausfällt und die gewohnte Aufgabenverteilung nicht funktioniert.

Familie vertraut Redaktion

Als der Tod von Susans Vater die Familie schwer belastete, war das Vertrauen bereits so groß, dass wir miteinander für einen Artikel über Patientenverfügung und Trauerarbeit sprechen konnten.

So bilden die von uns geplanten Themen immer nur das Gerüst der Berichterstattung mit der WAZ-Familie. Hinzu kommen solche, die Leser oder die WAZ-Familie selbst an uns herantragen. Und wer könnte ein besseres Gespür für Familienthemen haben als eine Familie?

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