Unfall

Straßenbahn rammt Auto – Männer sind weiter in Lebensgefahr

Eine Straßenbahn hat in Wattenscheid ein Auto gerammt.

Eine Straßenbahn hat in Wattenscheid ein Auto gerammt.

Foto: Feuerwehr Bochum

Wattenscheid-Mitte.  Eine 302-Straßenbahn hat in Wattenscheid ein Auto gerammt, zwei Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Auch am Dienstag ringen sie mit dem Tod.

Die Straßenbahn hatte am Montag gegen 13 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Straße in Wattenscheid ein Auto gerammt. Dessen Insassen – zwei Männer aus Krefeld (46 und 36 Jahre alt) – wurden sehr schwer verletzt. Auch am Dienstag schweben die beiden Krefelder laut Polizei noch in Lebensgefahr. Nach Angaben der Feuerwehr hatte die Bahn der Linie 302 den Wagen seitlich erwischt. Dem Vernehmen nach wollte der schwarze BMW mit Krefelder Kennzeichen in Höhe der Polizeiwache links abbiegen und hatte dabei wohl die Straßenbahn übersehen.

Beide Männer wurden in dem Auto eingeklemmt. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Rettung der beiden Verletzten aus dem zerstörten Pkw. Beide wurden bereits während der Rettungsmaßnahmen durch Notärzte erstversorgt. Nach wenigen Minuten konnte der Beifahrer gerettet und in ein Bochumer Krankenhaus transportiert werden.

Die Befreiung des Fahrers gestaltete sich deutlich aufwendiger. Mit hydraulischen Rettungsgeräten mussten zunächst das Dach des Fahrzeuges sowie die Fahrertür entfernt werden. Anschließend wurden weitere Teile der Karosserie auseinandergedrückt, erst dann konnte der Verletzte nach rund einer Stunde aus dem Wagen gehoben werden, so die Polizei. Er wurde ebenfalls in ein Bochumer Krankenhaus transportiert. Die Straßenbahn – der Fahrer bleib unverletzt – war bei dem Unfall mit 20 Personen besetzt, zwei wurden laut Polizei leicht verletzt. Die Friedrich-Ebert-Straße war lange Zeit voll gesperrt.

„Es gab einen Riesenknall“

Anja Niederhagemann, die gegenüber im Wattenscheider Rathaus arbeitet, berichtet, „plötzlich diesen schrillen Alarmton der Straßenbahn“ gehört zu haben, „dann gab es kurz darauf einen Riesenknall“. Als sie nachschaute, was passiert ist, habe sie das mit der Straßenbahn kollidierte Auto gesehen, dessen linke Seite extrem eingedrückt war. Die Feuerwehr musste einen Teil des Autodaches abtrennen, um die Insassen aus dem Wagen zu befreien. „Entweder wollte der Fahrer auf den Parkplatz an der Polizeiwache links abbiegen oder wenden – und hat dabei wohl die von hinten kommende Straßenbahn übersehen.“

Während der Unfallaufnahme hielten sich viele Schaulustige an der Unfallstelle auf. „Zwei ,Gaffer’ konnten es einfach nicht lassen und filmten das Geschehen. Gegen sie schrieben die Beamten eine Anzeige“, so Polizeisprecher Volker Schütte.

Um 14.40 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte vor Ort. Zur Unfallursache hat die Polizei die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Die Friedrich-Ebert-Straße war während der Rettungsmaßnahmen voll gesperrt.

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