Innenstadt

Wattenscheid-City: Steine und Fahrradständer gegen Autos

Große Steinblöcke wurden im April aufgestellt, um das illegale Fahren und Parken durch Autos in Wattenscheider Fußgängerzone zu verhindern.

Große Steinblöcke wurden im April aufgestellt, um das illegale Fahren und Parken durch Autos in Wattenscheider Fußgängerzone zu verhindern.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Auch Fahrradständer sollen neben den Steinblöcken dazu beitragen, den illegalen Autoverkehr in der Wattenscheider Fußgängerzone zu unterbinden.

Die Corona-Krise hat die eh schon arg gebeuteltete Wattenscheider Innenstadt und die Händler nochmal hart getroffen. Maßnahmen sind nötig, um gegenzusteuern und die City attraktiver zu machen. Darüber waren sich am Dienstag in der Bezirksvertretung Wattenscheid alle Fraktionen einig.

Steinblöcke und Radständer gegen Autoverkehr in der Fußgängerzone

Ein Thema war dabei auch das illegale Fahren und Parken durch Autofahrer in der Fußgängerzone. Rund 40 Steinblöcke hat die Stadt dagegen kürzlich auf der Papenburg (Höhe Propsteikirche) und Westenfelder Straße (Höhe Friedenskirche) aufgestellt. Bezirksbürgermeister Manfred Molszich betont, dass dies schon viele Autofahrer abgehalten habe. Doch es gibt auch Kritik an der Maßnahme von UWG/Freie Bürger und den „Stadtgestaltern“.

Nun sollen einige der Quadersteine im Bereich Westenfelder Straße durch moderne Fahrradständer ersetzt werden. Zusätzliche Radständer sind außerdem auch geplant im Bereich Saarlandstraße/Oststraße, um verkehrswidrigen Durchgangsverkehr zu verhindern. Aus Bezirksmitteln sollen rund 6000 Euro für ca. 20 neue Radständer in der City bereit gestellt werden, lautete das Votum der Bezirksvertretung.

CDU fordert weiteren Masterplan für City

Auch die CDU Wattenscheid fordert Maßnahmen, „um die Rahmenbedingungen für eine Existenzsicherung der Einzelhändler im Rahmen einer Attraktivierung der Wattenscheider Innenstadt zu schaffen“. Sie fordert einen weiteren Masterplan der Stadt. „Es sind viele Wattenscheider Einzelhändler nachhaltig von der Corona-Krise getroffen worden und diese Verluste sind kurzfristig nicht aufzuholen. Um eine reale Alternative zum Onlinehandel aufzuzeigen und die Innenstadt nachhaltig zu stärken, fordern wir die Innenstadt attraktiver zu machen. Dazu gehören auch zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“, so Marc Westerhoff, CDU-Kandidat fürs Bürgermeisteramt.

Optische Aufwertung

Die Steine hätten keinen zusätzlichen Nutzen „außer dort rumzuliegen, zudem sind sie nicht besonders schön anzuschauen. Wir haben uns für die Wattenscheider Innenstadt eine Lösung des Falschparker-Problems gewünscht, die unsere Stadt auf- und nicht abwertet. Wir begrüßen den Beschluss der Bezirksvertretung, welcher auf Antrag der Fraktion der Grünen eingebracht wurde, die Aufstellung von Radständern an mehren Standorten von der Verwaltung prüfen zu lassen“, so Westerhoff weiter. Das sei auch ein Beitrag, die Innenstadt optisch aufzuwerten.

Grünes Verweil-Dreieck

Im Bereich der Friedenskirche hält die CDU an einem „grünen Verweil-Dreieck“ fest und fragte daher an, wie weit die Verwaltung mit der Erarbeitung des zu ändernden Innenstadtkonzeptes ist. „Wir sind davon ausgegangen, dass der Bezirksvertretung das geänderte Konzept in diesem Quartal vorgelegt wird. Bei der zukunftsfähigen Entwicklung der Innenstadt dürfen wir uns keinen weiteren Verzug leisten. Es ist schon fünf nach zwölf“, so CDU-Bezirksvertreter Gerd Kipp.

Bebelplatz-Brunnen weiterhin defekt

Keinen schönen Anblick bietet schon seit langer Zeit der defekte Brunnen am August-Bebel-Platz, der in diesem Jahr wohl nicht mehr in Betrieb gehen wird. Die Bezirksvertretung war sich einig, dass die Stadt insgesamt rund 250.000 Euro (150.000 Euro für Sanierung, 100.000 Euro für künstlerische Gestaltung) für den Brunnen bereit stellen soll, der im Zuge der Bebelplatz-Umgestaltung auch dazu beitragen soll, diesen zentralen City-Bereich endlich attraktiver zu gestalten. Gefordert wurde von allen Fraktionen, dass – unabhängig vom künftigen Erscheinungsbild – möglichst kurzfristig dafür gesorgt werden soll, dass in dem Brunnen endlich wieder Wasser fließt. Einstimmigkeit herrschte auch darüber, eine attraktive Kinderspielfläche in der Fußgängerzone zu schaffen.

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