Ostpark

Vor der Ostpark-Bebauung in Bochum steht der Kahlschlag

Die Buchen-Reihe entlang der Immanuel-Kant-Straße wird nicht der Motorsäge zum Opfer fallen.

Die Buchen-Reihe entlang der Immanuel-Kant-Straße wird nicht der Motorsäge zum Opfer fallen.

Foto: Joachim Hänisch

Bochum.   An der Feldmark wird ab Februar für Bochums größtes Wohnungsbau-Projekt gerodet. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Häuser stehen.

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Rund 1000 neue Wohneinheiten werden in den nächsten Jahren in Bochum entstehen: im Ostpark in Altenbochum und Laer. Bochums größtes Wohnungsbau-Projekt ist in drei Quartiere unterteilt: Feldmark, Havkenscheider Park und Havkenscheider Höhe. Als erstes geht es jetzt im Bereich Feldmark zur Sache. Doch ehe dort etwas Neues entsteht, wird zunächst einmal vernichtet – und zwar der Großteil von Bäumen und Sträuchern.

Ersatzpflanzungen möglichst vor Ort

Im Februar wird mit den Rodungsarbeiten begonnen, kündigt die Verwaltung in einer Mitteilung an die Bezirksvertretung Mitte an. In mehreren Ortsbegehungen sei zuvor geprüft worden, welche Bäume am Standort erhalten und ob möglicherweise Bäume verpflanzt werden sollen. Im Ergebnis wurden innerhalb des Rodungsbereichs mehrere Bäume identifiziert, die in die zukünftigen Planungen integriert und erhalten werden. Wo Ersatzpflanzungen als Ausgleich erfolgen werden, soll im Rahmen des Bebauungsplans Nummer 900 überlegt werden. Über diesen wird im Sommer von den politischen Gremien endgültig entschieden.

Konkrete Überlegungen und Festsetzungen zum Ausgleich werden im Rahmen eines landschaftspflegerischen Begleitplans erfolgen. „Natürlich sollen die gefällten Bäume möglichst im Bereich des Ostparks ersetzt werden“, sagt Maria Odenthal vom Stadtplanungsamt. „Es werden so viele wie möglich gepflanzt.“

Anpassung an den Klimawandel

Sicher ist, dass die Buchenreihe entlang der Immanuel-Kant-Straße zwischen Feldmark und Evangelischer FH erhalten bleibt, dazu der markante Ahorn an der Feldmark-Einmündung und noch einige einzelne Bäume auf der zu bebauenden Fläche und am Rand des Plangebietes.

Bereits im Jahr 2013 wurde im Bereich Feldmark eine Artenschutzprüfung durchgeführt, bei der laut Stadt keine planungsrelevanten Arten angetroffen wurden. Ein artschutzrechtlicher Ausgleich sei daher nicht erforderlich. Dennoch werde im Zuge der Rodungen zur artenschutzrechtlichen Absicherung eine ökologische Baubegleitung erfolgen, um Höhlenbäume mit Fledermäusen auszuschließen.

Als erstes wird an der Feldmark das Entwässerungssystem gebaut. In den vergangenen drei Jahren wurde das Ostpark-Projekt von Klima-Experten aus der Forschung begleitet. Ziel war und ist es, die Lebensqualität durch Anpassung an den Klimawandel zu verbessern. Hauptaugenmerk lag dabei insbesondere auf dem naturnahen Entwässerungskonzept und dem Erhalt der Frischluftschneise, deren Funktion durch die Bebauung der Quartiere nicht beeinträchtigt werden darf. Der Abschlussbericht der Klima-Experten liegt inzwischen vor und ist auf www.plan4change.de/materialien einsehbar.

Vermarktung beginnt Mitte des Jahres

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Häuser im Ostpark stehen: die beiden Pioniergrundstücke an der Havkenscheider Straße und eines an der Feldmark. Die Vermarktung für den Gesamtkomplex dort beginnt Mitte des Jahres. Wer Interesse hat, in absehbarer Zeit in den Ostpark zu ziehen, kann sich auf elektronischem Weg einen Newsletter abonnieren, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein: www.bochum.de/ostpark.

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