Wohnungsbau

Vonovia baut erstes seriell gebautes Haus aus Holzmodulen

Tanita Lehmann ist Auszubildende bei Vonovia

Tanita Lehmann ist Auszubildende bei Vonovia

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Der Wohnungskonzern Vonovia stellt neues Konzept um schnellen Bau von bezahlbaren Wohnungen vor. Bei Erfolg sollen weitere Projekte folgen.

Um schnell bezahlbare neue Wohnungen zu bauen, geht der Wohnungskonzern Vonovia völlig neue Wege. Das erste seriell produzierte und aus 45 Holzmodulen zusammengesetzte Mehrfamilienhaus Deutschlands stellte Vorstandschef Rolf Buch persönlich in der Insterburger Straße in Hofstede vor. „Das geht fast so wie mit Lego-Steinen“, so Buch. In der Rekordzeit von nur drei Monaten wurde das Haus mit seinen 14 Wohnungen hochgezogen – und zwar innerhalb einer bestehenden Vonovia-Siedlung.

Kinderspielplatz soll ebenfalls kommen

Das Wort Nachverdichten ist mehr und mehr in Mode gekommen, seitdem bezahlbarer Wohnraum knapp geworden ist. Doch sei die Nachbarschaft während der kurzen Bauzeit so wenig wie nötig gestört worden, zu dem gebe es noch genügend Freifläche zwischen den Gebäuden. Versprochen hat Vonovia auch den Bau einer neuen Kinderspielanlage.

Das dreistöckige Gebäude, das für jede Wohnung Balkon oder Terrasse vorsieht, konnte für 1,6 Millionen Euro errichtet werden. Es ist, wie Rolf Buch erläuterte, ein Pilotprojekt, aber eines, das auch ganz real bewohnt werden kann. Zum Jahresanfang, so hieß es, können schon die ersten Mieter in das neue Gebäude einziehen. Die Wohnungen haben eine Größe von 44 bis 88 Quadratmetern, fünf sind barrierearm und ein Appartement ist rollstuhlgerecht.

Weitere Projekte auch in Bochum geplant

Weitere Projekte dieser Art seien auch in Bochum geplant. Zur Zeit würden noch geeignete Standorte gesucht. Vonovia hatte ja bereits im November ein umfangreiches Investitionsprogramm angekündigt, rund eine Milliarden Euro sollen bundesweit in den Bestand und in Neubauten fließen. In Bochum möchte der Konzern 15,9 Millionen Euro investieren. Schon heute bewirtschaftet Vonovia hier 7500 Wohnungen. Bei dieser Investition, sei natürlich der bereits begonnene Neubau der Hauptverwaltung an der Universitätsstraße nicht eingerechnet, so Buch mit einem Augenzwinkern.

530 Wohnungen sollen nächstes Jahr kommen

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) hatte sichtlich Spaß an dem Termin, denn er nutzte die Gelegenheit, um für die Stadt den Neubau von 530 Wohungen für das kommende Jahr anzukündigen, eine deutliche Steigerung, denn im zu Ende gehenden Jahr waren es gerade einmal 200 Wohnungen.

Mit rund 25 Millionen Euro unterstütze die öffentliche Hand diese Projekte. „Dass das geklappt hat, zeigt auch, das wir unserem Ziel, den schnellsten Bebauungsplan Deutschland zu schaffen, immer näher kommen.“ Bochum sei jetzt auf dem Weg, die „Hauptstadt des seriellen Bauens“ zu werden.

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