Neuapostolische Christen

Vier Bochumer neuapostolische Gemeinden gehen zusammen

Rainer Storck predigte zum Zusammenschluss von vier neuapostolischen Gemeinden im Südwesten.

Rainer Storck predigte zum Zusammenschluss von vier neuapostolischen Gemeinden im Südwesten.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Weitmar.  Da es immer weniger Nachwuchs gibt, schließen sich vier Bochumer neuapostolische Gemeinden im Südwesten zusammen. Mitglieder werden immer älter.

Aus vier Gemeinden entsteht die neue neuapostolische Gemeinde „Bochum-Südwest“. Das feierten nun etwa 280 Mitglieder der vier ehemaligen Gemeinden Bochum-Höntrop, Bochum-Linden, Bochum-Weitmar und Bochum-Wiemelhausen mit einem festlichen Gottesdienst im Gemeindehaus An der Landwehr 24.

Rainer Storck, Präsident der Neuapostolischen Gemeinden in Westdeutschland leitete den formellen Abschieds- und Gründungsgottesdienst in der Kirche.

Für die gut 800 Mitglieder der neuen Gemeinde hieß dieser Abend Abschied nehmen von der bisherigen Gemeindestruktur. „Über diesen Zusammenschluss haben wir seit längerem geredet. Wir denken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zur Zusammenführung ist“, erklärte Storck bei der Begrüßung in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche.

In seiner Predigt vertiefte der Präsident das Anliegen. „Es geht nicht darum, die jeweils besten Arbeitskonzepte aus den Gemeinden zusammenzuführen – etwa die einen bei der Jugendarbeit, die anderen mit ihrem musikalischen Wirken – , sondern ein neue Gesamtgemeinde zu schaffen.“

Gemeinsamer Festakt

Den Festakt organisierten die vier bisherigen Gemeinden. So gestaltete ein 35-köpfige Chor, der sich aus Mitgliedern aller Gemeinden zusammensetzte, den Gottesdienst wesentlich mit. Die Leitung übernahm Maik Horstmann.

Der Zusammenschluss hat personelle Folgen. Präsident Storck verabschiedete die ehrenamtlichen Gemeindevorsteher Bodo Hensel (Höntrop), Heinz Augustin (Linden) und Reinhard Scharmin (Wiemelhausen). Heinz-Günter Sippel, bislang Leiter in Weitmar, wurde Vorsteher der neuen Gemeinde. Die nunmehr ehemaligen Vorsteher unterstützen ihn bei der Aufgabe, ebenso wie Ulrich Frost, der neu ernannte Bezirksvorsteher für alle Gemeinden in Bochum.

Warum es zum Zusammenschluss kam, erklärte Pressesprecher Hans-Hermann Buch so: „Wir haben immer weniger Nachwuchs. Die Gemeindemitglieder werden immer älter.“ Da die Kirche in Weitmar die größte ist, wurde sie schon in der Vergangenheit während des mehrjährigen Fusionsprozesses zum Gemeindestandort. Die anderen Häuser schloss man weitestgehend.

Die neue Gemeinde zieht zunächst im zweiten Halbjahr ein paar Monate lang nach Linden um. „Wir errichten einen Anbau an der Kirche und machen sie barrierefrei. Die Bauanträge sind gestellt,“ erklärt Buch dazu. Erst danach heißt es vollkommen Abschied nehmen von den Kirchen in Höntrop, Linden und Wiemelhausen.

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