Laufsport

Viele Läufer eröffnen im Volkspark Langendreer die Saison

Mit Feuereifer sind auch die Kinder dabei: Die Teilnehmerzahl beim Volkslauf der Leichtathleten des SV Langendreer 04 war wieder hoch.

Mit Feuereifer sind auch die Kinder dabei: Die Teilnehmerzahl beim Volkslauf der Leichtathleten des SV Langendreer 04 war wieder hoch.

Foto: Socrates Tassos

Langendreer.   Die Läufer gehen im Volkspark in Langendreer zum 34. Mal an den Start. Die Zahl der Teilnehmer ist gestiegen. Manche haben ambitionierte Ziele.

Die Sprühdose klickt beim Zeichnen der Startlinie, auf dem Schotter trippeln nervöse Turnschuhe. Das Stimmengewirr schwillt an, die letzten tiefen Atemzüge - dann ertönt der Startschuss für fünf Kilometer beim Volkslauf durch den Volkspark. Tara (9), Tian (9) und Joshua (10) stehen am Rand und feuern die Läufer beim „Jedermann-Lauf“ an. „Wir machen später beim Kinderlauf mit, ich bin aufgeregt“, sagt Tara.

Laufen ist der Volkssport Nummer 1

Der achtjährige Oskar beobachtet die Strecke aufmerksam: „Im letzten Jahr wurde ich Dritter, heute möchte ich mich verbessern.“ Papa Nils Beckmann ist stolz: Sein Sohn habe mehrere Sportarten ausprobiert, nichts konnte ihn so begeistern wie der Volkssport Nummer 1. Silvia Bärens vom SV Langendreer 04 organisiert den Lauf seit vielen Jahren. Mit Distanzen zwischen 300 Metern und zehn Kilometern finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene die passende Strecke; Hobby- wie Profisportler. Wenn der Termin im Kalender näher rückt, weiß Bärens: „Die Laufsaison startet, das Wetter wird besser.“ Der Zulauf wachse von Jahr zu Jahr. „Wir haben 373 Voranmeldungen von Läufern zwischen zwei und 75 Jahren“, so Bärens. Man rechne mit 500 Zieleinläufern – 100 mehr als im Vorjahr.

Strapazierte Oberschenkel

Während sie Startnummern verteilt, kommt der Erste ins Ziel. „16:25 Minuten, super Zeit!“, wird Luca Fahrenson (17) klatschend zugerufen. Noch völlig außer Atem japst er: „Die Strecke war hart, am Hügel machen die Oberschenkel dicht.“ Sein gestecktes Ziel von unter 16 Minuten hat er zwar nicht erreicht, zufrieden ist er dennoch: „Ich trainiere drei Mal pro Woche.“

Hobbyläufer Jan Behnke kommt nach 22 Minuten ins Ziel. „Ich ärgere mich, dass ich am Ende überholt wurde“, sagt er. Es sei sein erster Lauf gewesen, als nächstes wolle er sich an die zehn Kilometer wagen. Während sich Sportler am Rand über Trainingspläne austauschen, machen sich die Acht- und Neunjährigen an der Startlinie für den 1-km-Lauf bereit.

Eltern wollen rechtzeitig am Ziel sein

Bevor Mama und Papa anfeuern können, müssen sie erstmal beruhigen: „Robin, ganz ruhig!“, „Nico, es dauert noch fünf Minuten“ oder „Erschreck dich nicht beim Knall“, rufen die Eltern ihren Schützlingen zu. Etwas unbeholfen dann der Start: Kinder purzeln zu Boden, Schnürsenkel verheddern sich. Während die Kinder durch den Park rasen, zeichnet sich parallel ein zweites Rennen ab: Eltern hechten über die Wiese, um rechtzeitig am Ziel zu sein. Mit einem Riesenvorsprung kommt nach 3:40 Minuten bereits Ilja vom TV Wattenscheid angerast. Überglücklich strahlt er: „Das ist das Schönste, deshalb will ich Läufer werden.“

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