Schulen und Internet

Vater hilft Hellweg-Gymnasium mit ungewöhnlicher Spende

Tim Pohlmann hat die Homepage der Hellweg-Schule erstellt. Geld hat er dabei nicht verdient.

Tim Pohlmann hat die Homepage der Hellweg-Schule erstellt. Geld hat er dabei nicht verdient.

Foto: Socrates Tassos

Bochum .   Seit Anfang des Jahres hat das Bochumer Hellweg-Gymnasium eine runderneuerte Homepage. Ein Vater zweier Schüler hat sie kostenlos gestaltet.

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Das Hellweg-Gymnasium in Wattenscheid hat seit Anfang dieses Jahres eine runderneuerte Internetseite. Der Vater zweier Schüler hatte sich bereit erklärt, mit seinem technischen Know-How zu helfen. Schulleiter Matthias Balliet war und ist „sehr dankbar“ für die Hilfe.

Seine Arbeit an der Homepage hat Tim Pohlmann gerne getan. „Dann macht man das halt mal so“, sagt er. Der Mann ist vom Fach. Er hat eine eigene Marketingfirma.

Bei Anmeldung auf Schul-Homepage geschaut

Als sein ältester Sohn vor vier Jahren auf die Hellweg-Schule kam, hat er sich in die Schulpflegschaft wählen lassen. Zudem sitzt er seit kurzem als kundiger Bürger im Ausschuss für Schule und Bildung.

„Da bekommt man die Probleme der Schule mit.“ Eines dieser Probleme sei die Internetseite gewesen. Wie vermutlich viele Eltern habe auch er vor der Anmeldung seiner Kinder auf die Homepage geschaut.

Erschreckt habe er festgestellt, dass „viele Seiten in den späten 90ern hängen geblieben sind“. Als 2018 mit Balliet ein neuer Schulleiter kam, habe er seine Hilfe sofort angeboten.

Pflege und Gestaltung sind aufwendig

Er weiß, wie aufwendig die Gestaltung und Pflege einer Internetseite ist. Auch finanziell. „Ohne den Förderverein gibt es überhaupt kein Geld für solche Dinge“, sagt Pohlmann.

Seine Spendenaktion hat im Herbst 2018 damit begonnen, eine Arbeitsgemeinschaft mit einigen Lehrern und dem Schulleiter zu bilden. Bei der gemeinsamen Arbeit hatte er das Gefühl, die beteiligten Lehrer seien schon lange an einer Erneuerung der Seite interessiert. Unter seiner Leitung hatten sie nun die Möglichkeit dazu. „Federführend“, so Balliet, habe Tim Pohlmann geholfen.

Vier Zielgruppen

Für die Internetseite der Schule hat er vier Zielgruppen ausgemacht: Eltern, die noch kein Kind auf der Schule haben. Eltern, deren Kinder bereits die Schule besuchen. Außerdem Schüler und Lehrer. Jede dieser Gruppen habe unterschiedliche Anforderungen an die Homepage.

In einem halben Jahr hofft er, die Internetseite komplett an die Schule abgeben zu können. Zudem möchte er „die Schüler mit ins Boot holen“. Eine AG oder ein „Crashkurs“ schweben ihm vor. Es mache nämlich „richtig Spaß“ eine Internetseite zu gestalten.

Experte: „Ein Profi muss helfen“

Eine Internetseite muss ein Profi gestalten. Für Patrick Lambertus ist das klar. Er ist Inhaber der Bochumer Webdesign-Firma „Pixelhaus“. Für einen Internet-Experten aber fehlt vielen Schulen das Geld. „Unbezahlbar ist es aber auch nicht“, so Lambertus. Den etwa vierstelligen Betrag sieht er gut investiert. Er vergleicht es mit einer Kletterwand: „Die können Eltern oder Lehrer auf dem Schulhof aufbauen.

Wenn da aber kein Experte dabei ist, dann wird das Ergebnis nicht gut. Oder es verletzt sich jemand.“ Selten verletzt sich einer, der eine Internetseite erstellt. Geht es um das Ergebnis der Arbeit, trifft der Kletterwand-Vergleich aber wieder zu.

Fotos sind wichtig und mobil muss die Seite sein

An seine Anfänge als Webdesigner fühlt sich Lambertus bei der Betrachtung einiger Schul-Homepages erinnert. Konkret geht es um die sogenannte „Button-Grafik“ im Stile von Windows 3.1. Was sich für Laien professionell anhört, ist eine mehr als 25 Jahre alte Technik.

So veraltet sind nur wenige Seiten. Ideen für Verbesserungen kommen Lambertus aber auch bei den gepflegteren Homepages der Schulen. „Das Foto könnte man kleiner machen“, schlägt er bei der Betrachtung einer Seite vor.

Dennoch seien Fotos sehr wichtig: „Ohne Bilder klickt da keiner drauf.“ Besonders für Schüler sei es wichtig, die Seite für mobile Geräte tauglich zu gestalten. „Die Seite muss responsive, also reagierend sein.“ So passt sie sich dem gewünschten Format an.

Es kommt also auf Folgendes an: Aktualität der Beiträge und Termine, Raumnutzung, technische Features und Ordnung der Inhalte.

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