Vandalismus

Vandalismus verstört Kindergartenteam in Weitmar

Wieder gab es Zerstörungen am Wochenende an der Kita Tabor in Weitmar an der Prinz-Regent-Straße. Einrichtungsleiterin Beate Renner zeigt den kaputten Bewegungsmelder.

Foto: Klaus Pollkläsener

Wieder gab es Zerstörungen am Wochenende an der Kita Tabor in Weitmar an der Prinz-Regent-Straße. Einrichtungsleiterin Beate Renner zeigt den kaputten Bewegungsmelder. Foto: Klaus Pollkläsener

Weitmar-Mark.   Immer wieder gibt es an den Wochenenden sinnlose Zerstörungen am Kindergarten an der Prinz-Regent-Straße. Polizei will verstärkt Streife fahren.

Unruhe herrscht nach der Sommerpause im Tabor-Kindergarten an der Prinz-Regent-Straße: Spuren mutwilliger Beschädigungen durch Unbekannte – schon drei Mal innerhalb der letzten drei Wochen kam es zu sinnlosen Zerstörungen – verstören Kinder, Erzieherinnen und auch Eltern. „Eigentlich hätte ich gerne ‘was anderes um die Ohren“, meint Beate Renner stirnrunzelnd. Sie hat erst am 1. August die Leitung der evangelischen Einrichtung übernommen, ist aber schon gut 21 Jahre in der Gruppenarbeit tätig.

Drei Gruppen gibt es hier, 55 Kinder werden betreut. Vandalismus, erinnert sich Renner, habe es häufig, geradezu „phasenweise“, schon mal gegeben. Auch haben Kriminelle bei einem regelrechten Einbruch einen geringen Bargeldbetrag gestohlen.

Ungebetene Besucher abschrecken

Aber bei den jüngsten drei Vorkommnissen wurde nichts entwendet, Geld wird hier ohnehin nicht mehr aufbewahrt. Pure, sinnlose Zerstörung musste das Kindergarten-Team jeweils zum Wochenanfang entdecken; eine Scheibe ging zu Bruch. Beate Renner: „Das muss die richtig Mühe gekostet haben, und überall im Büro waren die Scherben verteilt. Zudem waren die Ziffern der Hausnummer abgeschlagen, der Bewegungsmelder gleich zweimal heruntergerissen, zuletzt die Türklingel. 400 bis 600 Euro Schaden, schätzt die 48-jährige Leiterin – Geld, das die Gebäudeversicherung nicht zahlt.

Natürlich haben sie die Polizei eingeschaltet, und die war regelrecht überrascht, was sich da an der viel befahrenen Prinz-Regent-Straße etwas zurückliegend präsentiert. „Jetzt haben die Beamten uns jedenfalls viel stärker auf dem Schirm“, weiß Renner. Sie haben empfohlen, das Tor zum Gelände mit einer massiven Kette außerhalb der Betriebszeiten noch stärker zu sichern und wollen zusätzlich zum normalen Streifendienst auch direkt auf dem Gelände patrouillieren, um ungebetene Besucher abzuschrecken.

Leere Flaschen und ähnliche Hinterlassenschaften

Die Nachbarn haben sie angesprochen, alle Eltern angeschrieben, und dringend gebeten, vor allem am Wochenende ein Auge auf das Haus zu haben. Immer wieder finden die Erzieherinnen leere Flaschen und ähnliche Hinterlassenschaften bei den schon routinemäßigen Kontrollgängen. Für alle aber stellt sich nach diesen ziellosen Beschädigungen die Frage: „Was soll das bloß?“, und bleibt ein banges Gefühl, dass hier eine private Grenze überschritten wurde.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik