Volkswanderung

Wanderer auch auf neuen Strecken in Bochum unterwegs

Auf dem Teilstück von Höntrop zur Engelsburg entdecken selbst Einheimische unbekannte Strecken, hier in Eppendorf. Foto:Ingo Otto

Auf dem Teilstück von Höntrop zur Engelsburg entdecken selbst Einheimische unbekannte Strecken, hier in Eppendorf. Foto:Ingo Otto

Bochum-Wattenscheid.   Die 55. Internationale Volkswanderung bringt auch für Bochumer Eindrücke von unbekannten Wegpassagen. Es gibt drei Strecken für alle Ansprüche.

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Wenn die „Siegperlen“ auf die „Haard-Trapper“ treffen und an den Straßenlaternen neon-rote Warnschilder „Vorsicht, Wanderer“ hängen, dann muss Volkswanderung sein: Schon zum 55. Mal rief die „Wandergemeinschaft Jung und Alt“, die in ihrem Emblem das Bochumer und das Wattenscheider Stadtwappen nebeneinander zeigt, dazu auf.

Und nur die Grippewelle war schuld daran, dass sich etwa 900 Unverdrossene, damit gut 700 weniger als im Vorjahr, am Samstag und Sonntag auf die ausgeschilderten Touren über sechs, elf oder 20 Kilometer machten. Start und Ziel waren schon traditionell an der Realschule in Höntrop eingerichtet, die Strecken führten rund um Eppendorf/Höntrop, bis zum Schlosspark in Weitmar, oder hinunter nach Sundern und Stiepel.

Auch Teilnehmer aus Belgien

„Die Routen wechseln immer etwas von Jahr zu Jahr“, erzählt Eva Skrypzak, Vorsitzende der Wandergemeinschaft, „und selbst die Einheimischen staunen immer wieder über unbekannte Passagen.“ Ein belgischer Wanderfreund war allerdings völlig davon überrascht, wie bergig sich Bochum präsentierte – am Hedtberg in Dahlhausen.

Abzeichenstand in der Aula der Realschule Höntrop

Längst nicht nur in Vereinen organisierte Wanderer waren dabei, auch gut 200 Interessierte, die bei der Ausschilderung der Strecken aufmerksam geworden sind.

Und alle machen ihre Kilometer, laufen nicht gegen die Uhr, brauchen ihre zweieinhalb Stunden für die kleine Strecke. Andere aber nehmen gleich zweimal an einem Wochenende die große unter die Wanderschuhe, „einen Marathon“, meint Skrypzak schmunzelnd, „manche schaffen es sozusagen einmal um die Welt“. Und auch noch weiter, wie der reich bestückte Abzeichenstand in der Aula der Realschule lockt, bis zur „100 000“ auf der Spange.

Viele Stammgäste

Doch die meisten wollen vor allem etwas von und an der Strecke sehen, wie die Gäste aus der Rheinschiene oder aus dem Limburger Raum, etwa das Bergbaumuseum oder die Sternwarte. Stammgast ist seit vielen Jahren Frank Over (46) mit seinen „Wandergesellen Alt-Hürth“, um nach dem langen Winter viele Bekannte wieder zu treffen.

„Das ist ja hier inzwischen fast schon ein Nachbarverein“, erzählt er stirnrunzelnd, „wir sind ja noch der einzige reine Wanderverein im Rheinland“.

>>> INFO: Limburger Wanderer mit großem Aufgebot

  • Die meisten Aktiven stellte bei der 55. Volkswanderung der Club aus Dietkirchen bei Limburg mit 52, gefolgt von den „Haard-Trappern“ aus Datteln mit 43, den „Siegperlen“ mit 42 und den Wanderfreunden Recklinghausen mit 41 Startern.
  • Die nächste Tageswanderung führt am 5. Mai „über die Himmelstreppe zum Mechtenberg“.
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