Stadtumbau

Umgebauter Grünzug in Bochum-Werne dient nun der Naherholung

Der Grünzug am Oleanderweg ist fertig; darüber freuen sich Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Landschaftsarchitekt Thomas Mielke und Mitarbeiter des Stadtteilbüros und der Verwaltung.

Der Grünzug am Oleanderweg ist fertig; darüber freuen sich Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Landschaftsarchitekt Thomas Mielke und Mitarbeiter des Stadtteilbüros und der Verwaltung.

Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

Bochum-Werne.  Der Grünzug am Oleanderweg in Bochum wurde von Landschaftsarchitekten und einer Künstlerin neu gestaltet. Er dient auch als Überflutungsschutz.

Der überflutungsgefährdete Grünzug am Oleanderweg ist nun für die Bochumer Öffentlichkeit freigegeben. Er wurde als naturnahe Regenrückhaltung umgebaut. Dazu hat das Dortmunder Büro „Landschaft planen + bauen“ zusammen mit der Bremer Firma Kinderspielkunst, unterstützt von der Wiener Bildhauerin Katharina Mörth, das Thema „Wasser in der Natur“ für alle Sinne erlebbar gemacht.

Die Freiraumgestaltung lag bei der Firma Boymann aus Dortmund. Nach einem guten halben Jahr Bauzeit konnte jetzt der Bauzaun entfernt werden. Mit dabei waren Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Dieter Hartwig, Amtsleiter Umwelt- und Grünflächenamt, Andrea Baltussen, Umwelt- und Grünflächenamt, Dominik Heers, Amt für Stadtplanung und Wohnen, Thomas Mielke, Landschaft planen+bauen sowie Helga Beckmann vom Stadtteilmanagement WLAB. Der Grünzug ist nun für die Öffentlichkeit freigegeben.

Stadt Bochum installiert Mülleimer und Fahrradständer

Es müssen jetzt nur noch einige Mülleimer und Fahrradständer installiert werden. Der schmale Grünzug westlich der Kleingartenanlage „Flora“ und dem Opelgelände war lange Zeit ein rein funktionaler Verbindungsraum. Fußgänger und Radfahrer nutzen den Weg gleichermaßen für die täglichen Gassigänge mit dem Hund und zur Naherholung im Werner Feld.

Aufgrund des Höhenunterschieds von 28 Metern zwischen dem Werner Feld und der letzten Rückhaltemulde am Wallbaumweg kanalisieren sich hier die umgebenden Niederschläge und strömen bei besonders starken Regenfällen Richtung Wallbaumweg hinab, wo schon so manches Haus geflutet wurde. Als die Stadt Bochum sich der Fläche annahm, um sie mithilfe von EU-Fördermitteln wieder in einen attraktiven Freiraum zu verwandeln, galt es daher, zwei Ziele unter einen Hut zu bringen: Die Aufwertung des Grünzuges zu einer Bewegungs-, Aufenthalts und Spielachse mit hohem gestalterischem und auch künstlerischem Wert, die alle Generationen anspricht, und eine möglichst naturnahe Modellierung des Geländes, sodass Niederschläge zukünftig in einem kaskadierenden Muldensystem langsam hinabfließen, in einer großen Mulde gesammelt und über einen gedrosselten Überlauf in die Kanalisation des Wallbaumwegs abgeleitet werden.

Kreislauf des Wassers als Themenschwerpunkt

Die beauftragten Landschaftsarchitekten haben den Kreislauf des Wassers zum thematischen Schwerpunkt gemacht. Dabei ist eine Folge von unterschiedlichen Orten und Räumen entlang und innerhalb der Mulden entstanden. Begehbare und bespielbare Elemente, Klanginstallationen, ein Bruchwald aus bunten Baumstämmen, ein riesiger Frosch, Balancierpfade über Mulden sowie Pfahlbauten aus Holz, die nach Regenereignissen von Wasser umgeben sind, fordern zum Erkunden auf. Die Ökologie und der Mehrwert für das Klima stehen mit im Vordergrund.

Die Objekte sind überwiegend aus natürlichen Materialien. Die oberflächennahe Regenwasserbewirtschaftung hat einen positiven Effekt für das Mikroklima des gesamten Grünzugs. Zudem wurden vor Ort 24 neue heimische Bäume, neun große Obstbäume und 2000 Strauchrosen gepflanzt.

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Die Kosten der Freiraummaßnahmen belaufen sich auf ca. eine Million Euro. Die Maßnahme ist Bestandteil des Stadterneuerungsprogramm WLAB und wird finanziert aus Mitteln der EU, mit Bundes- und Landesmitteln sowie Mitteln der Stadt Bochum.

Neue Maßnahmen folgen im nächsten Jahr

Der Abschluss dieser Baumaßnahme stellt den Auftakt für weitere Maßnahmen dar . Das Tiefbauamt wird im nächsten Jahr die Querung des Grünzugs Am Heerbusch fußgängerfreundlicher gestalten und den letzten Wegabschnitt im Osten des Grünzuges zur Straße Wallbaumweg einschließlich notwendiger Kanalbaumaßnahmen erneuern. Ebenfalls folgen, mit der Neugestaltung des Bolzplatzes und des angrenzenden Kinderspielplatzes Oleanderweg, zwei weiteren Maßnahmen der Sozialen Stadt WLAB in direkter Nachbarschaft zum Grünzug. Hier ist der Baustart in der nächsten Woche vorgesehen.

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