Wirtschaft

Türkischer Aufzug-Zulieferer baut Werk in Bochum-Hiltrop

Zum Spatenstich bei Aybey Elektronik „anne Schippe“: der türkische Generalkonsul Şener Cebeci, NRW-Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner, Ulrich Storch (Bochum WEG), Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, BMR-Sprecher Gregor Boldt und Bauherr Ibrahim Melih Aybey (von links nach rechts).

Zum Spatenstich bei Aybey Elektronik „anne Schippe“: der türkische Generalkonsul Şener Cebeci, NRW-Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner, Ulrich Storch (Bochum WEG), Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, BMR-Sprecher Gregor Boldt und Bauherr Ibrahim Melih Aybey (von links nach rechts).

Foto: Sabine Hahnefeld

Bochum.   Der türkische Aufzug-Zulieferer Aybey errichtet sein erstes Auslandswerk in Bochum. 1,9 Millionen Euro investiert das Unternehmen in Hiltrop.

So symbolisch wie dieser war selten ein Spatenstich, der in der Regel den Auftakt einer Baumaßnahme dokumentiert. Begonnen hat der Bau der Aybey Elektronik GmbH im Gewerbepark Hiltrop nämlich schon längst. Der türkische Hersteller von Steuerungselektronik für Aufzüge errichtet an der Dietrich-Benking-Straße eine Produktions- und Forschungsanlage. Es wird der erste ausländische Standort des Unternehmens aus Istanbul, das seit 25 Jahren auf dem Markt ist.

„Wir haben uns bewusst für den Standort Bochum entschieden, um neue Produkte zu entwickeln und uns noch besser auf den westeuropäischen Markt auszurichten“, sagte bei dem feierlichen Akt der sichtlich stolze Bauherr Ibrahim Melih Aybey. Er bedankte sich vor allem für die gute Betreuung durch die Bochum Wirtschaftsentwicklung (WEG) bei der Standortsuche und im Vorfeld der Unternehmensgründung der Tochtergesellschaft.

Gute Lage und optimale Größe

Die hiesigen Wirtschafts- und Standortförderer hatten bei einer Akquisitionsreise der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW-Invest und den Revier-Wirtschaftsförderern der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) Kontakt zu Aybey geknüpft und sie von den Vorzügen des Standorts überzeugt.

Das Grundstück in Hiltrop sei durch die gute Lage in unmittelbarer Nähe zur A 40 und zur A 43 sowie durch die optimale Größe am attraktivsten unter allen angebotenen Arealen gewesen, so der Bauherr. Insgesamt 1,9 Millionen Euro wird der Aufzug-Zulieferer in Bochum investieren, wo perspektivisch 20 Mitarbeiter für die Bereiche Produktion, Verwaltung, Entwicklung, Qualitätssicherung, Verkauf und technischer Support gesucht werden.

Große Nachfrage nach Flächen

Bereits im ersten Quartal 2019 soll die Deutschland-Filiale, die von dem Bocholter Unternehmen Giesers Stahlbau erstellt wird, fertig sein und der Betrieb beginnen.„Sie haben bei der Standortwahl alles richtig gemacht“, versicherte NRW-Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner dem Aybey-Geschäftsführer.

Wie auch Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) hob sie die Bedeutung des wirtschaftlichen Austauschs mit der Türkei für Nordrhein-Westfalen und vor allem für das Ruhrgebiet aus. Die Türkei ist neben Polen und China der wichtigste Partner. Wassner: „Nordrhein-Westfalen ist die erste Adresse für türkische Investoren in Deutschland. Allein 2017 kamen 46 türkische Unternehmen nach Nordrhein-Westfalen.“

Bis auf 7,5 Prozent alle Flächen verkauft oder reserviert

Diesmal nach Bochum. Die Stadt erfreut sich, so Oberbürgermeister Eiskirch, derzeit einer großen Nachfrage nach Gewerbeflächen. Im etwa 100 000 Quadratmeter großen Gewerbepark Hiltrop sei bis auf 7,5 Prozent der Fläche bereits verkauft oder reserviert.

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