Alsengarten

Trotz Coronavirus: Alsengarten in Bochum blüht wieder auf

Martin Krämer arbeitet in seinem Kräutergarten. Im Hinterhof der Alsenstraße 19a in Bochum-Innenstadt befindet sich seit 2014 der Alsengarten.

Martin Krämer arbeitet in seinem Kräutergarten. Im Hinterhof der Alsenstraße 19a in Bochum-Innenstadt befindet sich seit 2014 der Alsengarten.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Bochum-Innenstadt.  Eine erste Info-Veranstaltung musste abgesagt werden. Doch die Gärtner von der Alsenstraße in Bochum trotzen der Corona-Krise – und buddeln.

Er liegt etwas versteckt in einem Hinterhof und neben einem Bolzplatz: der„Alsengarten Bochum“. Das ehrenamtliche Team hat jetzt die Pflanzarbeiten gestartet und schon einige Pläne für die Pflanzsaison 2020. Aber vorerst heißt es noch: Corona-Zwangspause.

Gärtner von der Alsenstraße in Bochum starten mit vielen Plänen in die Garten-Saison

Eigentlich wollte das Alsengarten-Team jetzt sein Projekt im Alsenwohnzimmer der Öffentlichkeit vorstellen und weitere Mitstreiter anlocken. Doch die Gesundheit geht vor und daher wurde die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die WAZ hatte trotzdem die Gelegenheit, mit zwei Mitglieder ins Gespräch zu kommen.

„Hier soll einmal ein Himbeerbeet entstehen“, verrät uns Tim Ackermann. Gemeinsam mit zehn bis zwölf weiteren Gartenfreunden war ist schon fleißig dabei, nach der Winterpause den Alsengarten wieder fit zu machen. Heute steht dabei Unkrautjäten auf dem Programm. Ein paar Meter weiter bereitet zeitgleich Martin Krämer zwei Hochbeete für die neue Saison vor. Und auch an weiteren Stellen des 1400 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgartens an der Alsenstraße 19a wird fleißig gewerkelt.

Projekt wird von der Nachbarschaft getragen

„Das Projekt ist aus der Nachbarschaft entstanden und wird von ihr getragen“, erklärt Martin Krämer. Mit Unterstützung des benachbarten „Haus der Begegnung“ und der Stadt Bochum konnte das Gelände des Gemeinschaftsgarten sogar noch vergrößert werden. „Wir haben auch die Patenschaft für den angrenzenden Bolzplatz übernommen“, berichtet Martin Krämer.

Dadurch ist eine (Grün-) Fläche für die Nachbarschaft entstanden, die für alle Altersgruppen etwas bieten soll. „Wir sind offen für alle – egal ob Jung oder Alt“, betont Martin Krämer und ergänzt: „Bei uns braucht niemand eine Vorerfahrung oder einen besonders grünen Daumen. Wir helfen uns gegenseitig“.

Eine Idee, die ankommt. So unterstützt auch die Bezirksvertretung Mitte das Alsengarten-Projekt. „Wer dazustoßen möchte, kann uns per E-Mail und Facebook kontaktieren oder sonntags um 12 Uhr in den Alsengarten kommen“. Dann ist „learning by doing“ angesagt und alle sind zum „Mitgärtnern“ eingeladen.

Und wie geht Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona? „Wir wollen uns gegenseitig helfen – auch außerhalb des Alsengartens“, betont Martin Krämer. Zum Beispiel soll Unterstützung beim Einkauf für ältere oder erkrankte Menschen organisiert werden.

Die Menschen in der Alsenstraße halten zusammen – nicht nur bei der Gartenarbeit.

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