Schulsport

Trixitt-Schulsport-Event startet zum ersten Mal in Bochum

Wichtig für das Trixitt-Team: Nicht nur Fußball soll auf dem Programm stehen. Auch andere Sportarten wie Völkerball, Hockey oder Dauerlauf

Foto: Jürgen Theobald

Wichtig für das Trixitt-Team: Nicht nur Fußball soll auf dem Programm stehen. Auch andere Sportarten wie Völkerball, Hockey oder Dauerlauf Foto: Jürgen Theobald

Bochum.   Sportlicher Wettkampf an der Frauenlobschule: Christoph Kramer und sein Trixitt-Team stellen ihr Schulsport-Event in Bochum vor.

„Klasse 2a und 2b zur Schießbude!“, tönt es durch die Lautsprecher. Kinder in neonfarbenen Leibchen laufen in Richtung Luftpolsterabsperrung, die das Spielfeld markiert. Trotz des Trubels dauert es nicht lange, bis ein Helfer die Aufmerksamkeit der Zweitklässler gewonnen hat: Sie werden nun eine Art menschlichen Tischkicker bilden. Je acht Kinder spielen pro Mannschaft gegeneinander, zuerst die Mädchen, dann die Jungen. Neben dem Toreschießen lautet das oberste Gebot: Nicht die Schlaufen loslassen, die die Spielerpositionen markieren.

„Den Lebendkicker finde ich super“, sagt Schulleiterin Petra Thiele. „Das fördert die Teamarbeit. Die Kinder müssen gemeinsam in dieselbe Richtung laufen, um den Ball zu trefen.“ Sie freut sich, dass das Trixitt Schulsport-Event in Bochum zum ersten Mal an ihrer Schule ausprobiert wird. „Bei sportlichen Veranstaltungen sind wir gerne dabei.“ Außerdem mag sie die Abwechslung: „Viele Jungs sind eh schon in einem Fußballverein.“

Trixitt-Konzept deckt neun Bewegungsfelder ab

Hinter dem Event steckt schließlich mehr als nur ein menschlicher Kicker: Hockey, Völkerball, Sprint und Dauerlauf sind nur einige Aktivitäten, die die Kinder am Vormittag durchlaufen. Dabei geht es darum, als Klasse innerhalb von vier Stunden möglichst viele Punkte zu sammeln. Wer gemeinsam die meisten Wettkämpfe für sich entschieden hat, bekommt ein Trixitt-Trikot geschenkt. Doch auch die anderen gehen nicht leer aus: Jedes Kind darf einen neuen Turnbeutel mit nach Hause nehmen.

„Unser Konzept deckt sieben von neun Bewegungsfeldern ab, die im Lehrplan enthalten sind“, sagt Christoph Klöpper. Er ist hauptberuflich Sportlehrer und bildet zusammen mit Stefan Grummel, Silas Lennertz und Fußball-Profi Christoph Kramer das Team, das hinter dem Unternehmen Trixitt steckt. Seit 2013 arbeiten sie zusammen. Zuerst haben sie ihr Angebot auf Sportvereine begrenzt, nun sollen auch Schulen einbezogen werden. In anderen Städten des Ruhrgebiets konnte Trixitt schon erste Erfolge feiern.

Christoph Kramer hatte die Idee aus seiner Bochumer WG

Die Idee dazu stammt aus einer Bochumer Wohngemeinschaft: „Als ich beim VfL gespielt habe, habe ich mit Stefan Grummel zusammengewohnt. Wir haben überlegt, wie man Kindern ein tolles Bewegungsangebot bieten kann“, sagt Christoph Kramer. Für ihn besonders wichtig: Der Spaß muss ausschließlich offline stattfinden. Außerdem soll jedes Kind möglichst aktiv sein: „Ich habe an die Bundesjugendspiele gedacht. Der Wettkampf hat mir in der Schule richtig Spaß gemacht, aber leider verbringen die Schüler dabei auch viel Zeit mit Warten.“

Damit alle Kinder betreut werden können, sind neben den vier Unternehmern noch zehn Helfer auf dem Schulhof unterwegs. Das Team ist jung, viele Helfer sind Studenten oder Abiturienten. „Das Sportevent macht viel mehr Spaß als gewöhnliche 450-Euro-Jobs“, sagt Marcel Ljubas (19).

Das Trixitt-Konzept sei sowohl als Ergänzung zu den Bundesjugendspielen als auch als alternativer Wandertag vorstellbar: „Und wenn das Wetter schlecht ist, können wir unsere Spiele auch drinnen aufbauen“, sagt Christoph Klöpper.

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