Thyssen

Thyssen: 750 Bochumer Beschäftigte gehen auf die Straße

Demonstrieren für ihren Arbeitsplatz wollen etwa 750 Thyssenkrupp-Beschäftigte aus Bochum am Freitag in Düsseldorf.

Demonstrieren für ihren Arbeitsplatz wollen etwa 750 Thyssenkrupp-Beschäftigte aus Bochum am Freitag in Düsseldorf.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die IG Metall ruft die Beschäftigten von Thyssenkrupp Steel am Freitag zu einer Kundgebung auf. Vermutlich 750 Bochumer Beschäftigte sind dabei.

Die Belegschaft von Thyssenkrupp geht am Freitag (16.) in Düsseldorf auf die Straße. Mit dabei sein werden voraussichtlich 750 Beschäftigte der beiden Bochumer Werke des Stahlunternehmens.

Der Betrieb an der Castroper Straße mit seinen etwa 500 Mitarbeitern wird dem Vernehmen nach am Freitag nicht produzieren. Nur eine Schicht arbeitet nach Auskunft des Betriebsratsvorsitzenden Engin Karakurt im Werk an der Essener Straße. Von dort aus werden etwa 250 Beschäftigte nach Düsseldorf fahren.

Kundgebung in Düsseldorf

Insgesamt 3000 Stahlarbeiter wollen, so die IG Metall NRW, „der Forderung nach einer staatlichen Beteiligung an Thyssenkrupp Steel (TKS) Nachdruck verleihen“. Die Gewerkschaft hat zu einer Kundgebung um 11 Uhr an den Rheinwiesen Düsseldorf aufgerufen.

In einem gemeinsamen Interview mit dieser Zeitung hatten diese Woche der Betriebsratsvorsitzende von TKS, Tekin Nasikkol, und der frühere Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel (Vize-Aufsichtsratschef von TKS), einen staatlichen Schutzschirm für den Stahl gefordert. Der Stahl stehe „vor seiner Existenzfrage“, betonten beide.

Staatsbeteiligung als Chance

Eine staatliche Beteiligung ist auch nach Einschätzung des Bochumer Betriebsrats Engin Karakurt „eine echte Perspektive“ für die krisengeschüttelte Stahlsparte des Konzerns. Der hatte im Vorjahr entschieden, dass mittelfristig 1200 Jobs in Bochum wegfallen sollen.

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