Konzert

Terry Riley fasziniert im Bochumer Schauspielhaus

 

 

Foto: Bob Hakins

BOchum.   Seine Konzerte sind selten. Terry Rileys Gastspiel im Bochumer Schauspielhaus kam bei seinen Fans gut an. Mit dabei war sein Sohn Gyan.

Der Minimal-Music-Pionier Terry Riley, der neben Steve Reich, La Monte Young und Philip Glass zu den wichtigsten Vertretern dieser Richtung gehört, machte Station im Schauspielhaus. Er gab dort sein einziges Deutschlandkonzert.

Riley gilt als einer der einflussreichsten Komponisten der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Das Prinzip der Wiederholung wird zum Kernpunkt seiner Musik, welches er seit seinem wohl berühmtesten Werk „In C“ in verschiedenen Variationen bis heute weiter entwickelt.

83-Jähriger tritt mit seinem Sohn auf

Der 83-jährige Künstler tritt an diesem Abend in Bochum zusammen mit seinem Sohn Gyan auf. Letzterer an der E-Gitarre, Riley zwischen Flügel Synthesizer und Melodica. Einer fängt an, der andere setzt nach einer Weile ein, die Musik entwickelt sich, fließt, Tempi und Rhythmen wechseln stetig, eine schier endlose Improvisation, irgendwo zwischen Jazz, Minimal Music und archaischen Elementen.

Sohn und Vater tauschen Blicke, lächeln sich zu, sie scheinen sich blind zu verstehen. Auch wird klar, welchen Einfluss Riley auf die elektronische Clubmusik gehabt hat. Gyan steht seinem Vater in nichts nach und zusammen funktionieren sie perfekt.

Am Ende langer Applaus für eine faszinierende musikalische Reise.

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