Konzert

„Tatort Jazz“ feiert runden Geburtstag

Milli Häuser ist nicht nur die treibende Kraft hinter „Tatort Jazz“, die Sängerin steht auch immer wieder selbst auf der Bühne.

Foto: Heinrich Brinkmöller-Becker

Milli Häuser ist nicht nur die treibende Kraft hinter „Tatort Jazz“, die Sängerin steht auch immer wieder selbst auf der Bühne. Foto: Heinrich Brinkmöller-Becker

Bochum.  Auf der musikalischen Party im Museum stehen am 24. September Künstler aus dem Ruhrgebiet und England auf der Bühne.

„Tatort Jazz“ ist nicht bloß eine Konzertreihe, es ist eine Erfolgsgeschichte: Vor ziemlich genau zehn Jahren platzte Milli Häuser – impulsiv, musikbegeistert, eine Jazz-Musikerin wie aus dem Bilderbuch – ins Bochumer Kulturbüro mit einer Vision: Jazz für alle, nicht einmal, sondern immer wieder, und immer umsonst. Bis heute lockt die Konzertreihe monatlich in den Bahnhof Langendreer oder ins Museum. Am Samstag (24.9.)feiern Milli Häuser und die Tatort-Jazz Hausband den 10. Geburtstag mit einem Festival im Kunstmuseum.

Musikalische Hochkaräter

„Tatort Jazz ist inzwischen ein fantastisches Netzwerk“, sagt Bertram Frewer vom Kulturbüro. Das Tatort-Team bestellt schließlich nicht bloß musikalische Hochkaräter und lässt sie machen – immer spielen die Gäste gemeinsam mit der Hausband. Das verbindet. Beim Jubiläums-Festival stehen Alexander Morsey, Uwe Kellerhoff und Laia Genc (stellvertretend für Pianist Martin Scholz) selbst im Rampenlicht: Nach dem „Essen Jazz Orchestra“ spielt die Hausband eigene Songs. Milli Häuser ist als Sängerin natürlich mit dabei.

Es folgt der Gitarrenvirtuose Rafael Cortés. Der geniale Improvisator ist in vielen Genres zuhause – trotzdem oder gerade deshalb ist er hier genau richtig, findet Milli Häuser: „Bei Jazz geht’s um Improvisation, darin ist Rafael ein Meister“, sagt sie. Den Höhepunkt des Abends bildet das siebenköpfige Ensemble „Swinging Ballroom Orchestra“, das gleichzeitig den Übergang zur abschließenden Swing-Party zu Livemusik herstellt. Und für alle, die nicht wissen, wie man zu dem epochemachenden Sounds der 30er und 40er tanzt, gibt es vor dem Festival einen Schnupperkurs im Lindy-Hop-Tanz. Von falscher Zurückhaltung rät Milli Häuser ab: „Jeder der laufen kann, kann da mitmachen.“

Wie es weitergeht, ist noch offen

Und was kommt nach der Geburtstagsparty? Einen konkreten Plan für die (hoffentlich) nächsten zehn Jahre hat die Organisatorin noch nicht. Nur soviel: „Wir müssen uns neu aufstellen“, sagt Milli Häuser. Aber auch, wenn noch einiges im Unklaren ist, steht doch für sie fest: „Es wird ‘was passieren.“ Denn zur Marke „Tatort Jazz“ gehöre nun mal auch, dass sie stetig gewachsen ist.

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